Mehr als zwei Drittel der Erwachsenen US-Amerikaner sind übergewichtig oder fettleibig. Und die Zahlen steigen rasant, Forscher gehen davon aus, dass bis 2050 41,4 Millionen zusätzliche Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas in den USA leben werden. Für viele Betroffene gibt es jedoch inzwischen einen Ausweg: die Abnehmspritze.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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In den USA sind vor allem Medikamente der Pharma-Riesen Eli Lilly und Novo Nordisk beliebt, insbesondere Wegovy und Zepbound. Das weiß offenbar auch die US-Regierung. Denn laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ (WSJ) verhandelt die Trump-Regierung derzeit mit den Pharmaunternehmen darüber, die Medikamente auf der neuen Regierungswebseite TrumpRx zu verkaufen. Eine Einigung soll kurz bevorstehen.

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Wegovy und Zepbound: Krankenkassen sollen Kosten übernehmen

Donald Trump selbst hatte vor einiger Zeit angekündigt, etwas gegen die horrenden Preise für Medikamente in den USA zu tun. Auf der Webseite der Regierung sollen Medikamente künftig zu vergünstigten Preisen angeboten werden. Kritiker bemängeln jedoch, dass es für die meisten Amerikaner tatsächlich günstiger sei, Medikamente über ihre Krankenversicherung zu beziehen.

Das könnte sich ändern. Die Abnehm-Medikamente sollen laut WSJ auf der Trump-Plattform rund 50 Dollar unter dem Marktpreis angeboten werden. Zudem sollen die Kosten für Wegovy und Zepbound künftig auch von der Krankenversicherung Medicare übernommen werden, sofern damit Gesundheitsrisiken für fettleibige Patienten gesenkt werden können. Medicare übernimmt die Kosten bislang in den meisten Fällen nicht.

Abnehmspritze per Regierung: PR-Coup für Trump

Für die Hersteller würde eine Einigung einen neuen Absatzmarkt eröffnen. Laut WSJ wird zudem über die Zulassung eines neuen Medikaments von Eli Lilly und eine Beschleunigung des Zulassungsprozesses für künftige Medikamente verhandelt. Das wäre ein weiterer Erfolg für die Pharma-Riesen. Die halten sich öffentlich allerdings noch zurück. Eine Sprecherin von Novo Nordisk sagte gegenüber dem WSJ lediglich, man führe „konstruktive Gespräche mit der Regierung“ und wolle seine Medikamente erschwinglicher machen.

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Derzeit kostet die Abnehmspritze in den USA etwa zwischen 1.000 und 1.350 US-Dollar pro Monat. Für die meisten Amerikaner ist das unerschwinglich. Eine Einigung mit den Pharmaunternehmen wäre für Trump vermutlich ein echter PR-Erfolg und für die Gesundheit der US-Bevölkerung keine schlechte Nachricht.

lro