Eine Horde Katzen lebte Medienberichten zufolge zwischenzeitlich darin – doch inzwischen ist das Elternhaus von Donald Trump wieder renoviert und steht zum Verkauf. Das Haus in New York City (USA) ist in den vergangenen Jahren einerseits zum Pilgerort für Trump-Fans, andererseits zum Ort des Protests für seine Gegner geworden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Das Zuhause aus Trumps Kindheit hat fünf Schlafzimmer und ist im Tudor-Stil gebaut. Es steht im gehobenen Wohnviertel Jamaica Estates im Stadtbezirk Queens. Gebaut wurde es 1940 von Fred Trump, dem Vater von Donald Trump. Der heutige US-Präsident hat seit seiner Geburt im Jahr 1946 bis zu seinem vierten Lebensjahr dort gelebt. Dann zog die Familie in ein größeres Haus in demselben Viertel – das Haus wurde verkauft.

Wasserrohrbruch, Schimmel, wilde Katzen – die Geschichte von Donald Trumps Elternhaus

Die Geschichte liest sich in den vergangenen Jahrzehnten ein wenig ruppig: Nach Informationen des „Wall Street Journal“ kam es zu einem Wasserrohrbruch in dem Haus, bevor es der spätere Besitzer Michael Davis kaufte. Es schimmelte, Davis musste die Immobilie umfassend renovieren. Der Gründungspartner einer Manhattaner Private-Equity-Firma hatte das Objekt für 1,39 Millionen Dollar gekauft, kurz bevor Donald Trump zum ersten Mal zum US-Präsidenten gewählt wurde. Er spekulierte darauf, dass es durch einen Wahlsieg von Trump an Wert gewinnen könnte.

Er behielt Recht – und verkaufte es später für 2,14 Millionen Dollar an eine Frau aus China weiter, mietete es allerdings zurück. Davis bestückte es mit skurrilen Trump-Fanartikeln und Informationstafeln. „In diesem Schlafzimmer wurde Präsident Donald J. Trump wahrscheinlich von seinen Eltern, Fred und Mary Trump, gezeugt“, soll laut dem „Wall Street Journal“ auf einer der Tafeln gestanden haben.

Trumps Elternhaus in Queens, Blick vom Garten auf die Hinterseite des Hauses
Blick auf den Garten des Elternhauses von US-Präsident Donald Trump im Jahr 2016. (Archivfoto)© picture alliance / Johannes Schmitt-Tegge/dpa | Johannes Schmitt-Tegge

2017 gelang Oxfam ein Medien-Coup im Elternhaus von Trump: „Flüchtlinge sind hier willkommen“

Davis vermietete das Objekt als Ferienhaus über die Plattform „Airbnb“. Bis im Jahr 2017 der Hilfsorganisation Oxfam ein Coup gelang: Sie mietete das Haus, um Geflüchtete dort unterzubringen. Während in New York City die Generalversammlung der Vereinten Nationen lief, bei der auch über die Verteilung von Flüchtlingen debattiert wurde, wollte die Organisation ein Zeichen setzen: „Flüchtlinge sind hier willkommen“, lautete es – ausgerechnet in einem Haus, das mit Trump in Verbindung gebracht wird.

In den darauffolgenden Jahren verfiel das Haus immer weiter. Wie Nachbarn anderen Medien berichteten, hätten bis zu 30 Straßenkatzen auf dem Grundstück gelebt. Im Februar dieses Jahres hat dann schließlich der Immobilienentwickler Tommy Lin das Haus für etwa 835.000 Dollar erstanden.

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Elternhaus von Donald Trump steht in New York City zum Verkauf: für zwei Millionen Euro

Lin erklärte dem „Wall Street Journal“, er habe etwa eine halbe Million Dollar in die acht Monate andauernde Renovierung gesteckt. Nun bietet er das Haus für 2,3 Millionen Dollar zum Verkauf an. Umgerechnet entspricht das etwa 1.975.148,00 Euro, also fast zwei Millionen Euro. „Es war unbewohnbar“, sagte Lin dem „Wall Street Journal“. Es habe kein Wasser und keinen Strom gegeben.

Und er betonte: Er habe das Haus nicht etwa aus einer politischen Motivation erworben. Sondern, weil Jamaica Estates eine beliebte Wohngegend sei. Wer das Gebäude ersteht, bekommt ein etwa 445 Quadratmeter großes Grundstück dazu.

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Immobilienanzeige preist Trumps Elternhaus als eine „herrschaftliche Residenz“ an

Die Immobilie hat insgesamt zehn Zimmer auf drei Etagen – der Keller ist ausgebaut: fünf Schlafzimmer, drei Badezimmer und zwei Gäste-WCs. Auch einen kleinen Garten und einen Kamin gibt es. Laut der Immobilienanzeige handelt es sich bei dem Objekt um eine „herrschaftliche Residenz“. Im Wohnzimmer ist demnach Fischgrätenparkett verlegt, das Esszimmer „eignet sich ideal für Gästeempfänge“. Es handele sich um ein „seltenes Angebot in einem der angesehensten Viertel von New York City“. Auch ein Termin für eine offene Besichtigung steht in der Anzeige: am Sonntag, 16. November, zwischen 12 und 13.30 Uhr – Ortszeit.