Großbritannien und Norwegen wollen künftig gemeinsam „russische U-Boote jagen“. Dies sieht ein am Donnerstag vorgestelltes Verteidigungsabkommen beider Länder vor. Der britische Premierminister Keir Starmer empfing dazu den norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Störe in London.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums soll es eine gemeinsame Kriegsschiff-Flotte geben, die „russische U-Boote jagen“ soll. Die Streitkräfte beider Länder würden „abwechselnd“ eine Flotte von mindestens 13 in Großbritannien gebauten Fregatten kommandieren. Neben der Überwachung russischer Marine-Aktivitäten im Nordatlantik soll die britisch-norwegische Flotte dem britischen Verteidigungsministerium zufolge „kritische Infrastruktur wie Untersee-Kabel und Pipelines schützen“. 

Russisches U-Boot vor Frankreich entdeckt – Nato sendet Zeichen
Auch vor der bretonischen Küste haben Streitkräfte der Nato erst Mitte Oktober ein russisches U-Boot entdeckt. © NATO Maritime Command | NATO Maritime Command

Russische U-Boote im Blick: Kriegsschiffe sollen im Nordatlantik patrouillieren

Die Kriegsschiffe sollen demnach in den Gewässern zwischen Island, Grönland und Großbritannien patrouillieren und die russischen Bewegungen genauestens überwachen. Das Lunna-House-Abkommen, benannt nach dem Stützpunkt auf den Shetlandinseln, der im Zweiten Weltkriegs von der norwegischen Widerstandsbewegung genutzt wurde, basiert auf dem bereits im September unterzeichneten Kriegsschiffabkommen zwischen Großbritannien und Norwegen.

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Die Zusammenarbeit beider Nato-Staaten ist aber noch weitreichender. Demnach soll Großbritannien auch dem norwegischen Programm zur Entwicklung von Mutterschiffen für unbemannte Minenjagd- und Unterwasserkriegssysteme beitreten. Die Royal Marines werden zudem unter kräftezehrenden Bedingungen und bei Minusgraden in Norwegen ausgebildet. Wie der „Independent“ berichtet, wird Großbritanniens Royal Navy zudem norwegische Marineangriffsraketen einführen, die feindliche Schiffe auf Entfernungen von mehr als 100 Meilen (ca. 161 Kilometer) ausschalten können.

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afp/rk