Das Regierungsterminal am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) verursacht höhere Kosten als ursprünglich kalkuliert. Es werden derzeit 1,7 Milliarden Euro statt 340 Millionen Euro veranschlagt. Im schlimmsten Fall würden die Planer sogar mit Kosten von 2,5 Milliarden Euro rechnen. Dies berichteten die „Bild“ und „B.Z.“, denen die Unterlagen der Immobilien-Bundesanstalt vorliegen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Zunächst war am Flughafen BER lediglich der Neubau des Regierungsterminals geplant. Doch nach Kritik ruderte die damalige Ampel-Bundesregierung zurück, plante stattdessen einen Umbau des Interimsgebäudes. Nun werden neue, kostspielige Details öffentlich.

Demnach wird doppelt so viel Platz benötigt wie ursprünglich angenommen. Denn die Flugbereitschaft der Bundeswehr soll bis 2038 komplett von Köln nach Berlin umziehen. Zudem sollen die Flotte erweitert und größere Maschinen angeschafft werden – mit der Folge, dass zusätzliche Hangars und Stellplätze gebraucht werden sowie für das Personal weitere Stabs-, Wach- und Betriebsgebäude.

Steuerzahlerbund: „Planungen brauchen dringend ein Stoppschild“

Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, kritisierte gegenüber den Zeitungen, dass die Kostenexplosion kaum nachvollziehbar sei und im krassen Widerspruch zur Haushaltsmisere des Bundes stehe. „Diese Planungen brauchen dringend ein Stoppschild“, forderte er.

JP