Jedes Jahr entstehen Milliardenkosten – nur weil in der Medizin Fehler passieren. Behandlungsfehler belasten das deutsche Gesundheitssystem massiv, warnt der Medizinische Dienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen. Allein 50 Milliarden Euro Zusatzkosten kommen durch falsche medizinische Behandlungen zusammen, sagte der Chef des Begutachtungsdienstes, Stefan Gronemeyer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
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Medizinischer Dienst fordert mehr Transparenz bei Behandlungsfehlern
Der Medizinische Dienst fordert ein Maßnahmenpaket, um die Kosten einzudämmen. Abläufe müssten auf den Prüfstand gestellt werden. „Das ist vor allem eine Frage der Haltung: Ist safety first die oberste Maxime oder wird es nur als lästige Bürokratie gesehen?“, so Gronemeyer.

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Zudem brauche es mehr Transparenz, etwa durch ein Register, in das Behandlungsfehler aufgenommen würden. „So ein digitales Register erfordert nur wenig Aufwand, aber es erspart viel Leid.“ Für Betroffene von Behandlungsfehlern solle es einfacher werden, Ansprüche auf Schadensersatz durchzusetzen.

Behandlungsfehler: Gutachter kritisieren unzureichenden Überblick
In der Ende Oktober vorgestellten Jahresstatistik des Medizinischen Dienstes ist von 3.731 Behandlungsfehlern im vergangenen Jahr die Rede. Die Gutachter beklagen aber einen fehlenden Überblick über das tatsächliche Ausmaß.
KNA/pau





