Der NABU verleiht auch in diesem Jahr wieder den „Dinosaurier des Jahres“ – einen Negativpreis, der seit 1993 an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vergeben wird, die sich durch besonders rückschrittliches öffentliches Engagement gegen Natur- und Umweltschutz hervorgetan haben. Der Preis, eine 2,6 Kilogramm schwere Nachbildung einer Riesenechse, geht 2025 an Peter Hauk (CDU), Agrarminister in Baden-Württemberg.
NABU: Kritik an Verweigerungshaltung
Als derzeitiger Vorsitzender der Agrarministerkonferenz (AMK) wurde er stellvertretend ausgewählt. Hintergrund ist unter anderem ein gemeinsamer Brief aller Landesagrarminister von CDU und CSU an die Kommission der Europäischen Union aus dem vergangenen Juni, heißt es in einer Mitteilung des NABU. Darin forderten sie, die EU-Wiederherstellungsverordnung (WVO) aufzuheben – jenes Gesetz, mit dem der Zustand der Natur EU-weit verbessert werden soll. Der NABU kritisiert die Verbreitung irreführender Behauptungen und die politische Verweigerungshaltung der Unions-Landesagrarminister, heißt es weiter.
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„Die Wiederherstellung zerstörter Natur ist eine Investition in unsere Zukunft. Nur dort wo Natur funktioniert, sorgt sie für fruchtbare Böden, die widerstandsfähig gegenüber Dürre und Starkregen sind, für gesunde Wälder mit stabilen Wasserhaushalten, für intakte Flüsse mit lebendigen Auen sowie für Moore, die enorme Mengen CO₂ speichern“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Das schaffe Lebensqualität, schütze die Infrastruktur und sichere langfristig unsere Wirtschaftsgrundlage. „Statt diese Chance zu nutzen und mit allen Beteiligten tragfähige Lösungen zu entwickeln, sorgen die Minister mit ihrem Brief für Verunsicherung in Verwaltung, Landwirtschaft und Naturschutz. Die Auszeichnung soll ein klares Signal senden, den Fokus wieder auf Zusammenarbeit und verantwortungsvolles Handeln zu legen“, so Krüger weiter.
Ursusla von der Leyen als Paradebeispiel
Der NABU möchte daran erinnern, dass ihre eigene Parteikollegin, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur maßgeblich mitentwickelt hat und damit formal wie politisch auf den Weg gebracht hat.
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„Es ist bedauerlich, dass sich ausgerechnet Agrarminister Peter Hauk als Vorsitzender der AMK an die Spitze dieser Bewegung gesetzt hat. Baden-Württemberg zeigt doch mit seinem Biodiversitätsstärkungsgesetz, dass viele Ziele der europäischen Wiederherstellungsverordnung bereits auf Landesebene verfolgt werden. Auch wir Landesverbände im NABU fordern von unseren Landesagrarministern konstruktive Mitarbeit an der WVO statt Sabotage“, sagt Johannes Enssle, der NABU-Vorsitzende Baden-Württemberg.
fmg/jan







![Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) im Juni im Bundeskanzleramt. Pressekonferenz [press conference] nach der ?bergabe des Berichts der Altersicherungskommission zur Rentenreform in Berlin](https://img.sparknews.funkemedien.de/413277497/413277497_1790592399_v16_9_1200.jpeg)

