China hat wieder ein umfangreiches Militärmanöver in der Nähe von Taiwan gestartet. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die sich auf das chinesische Militär beruft, hat die Übung mit dem Namen „Mission Gerechtigkeit 2025“ begonnen. Trainiert wird in den Luft- und Seegebieten rund um Taiwan. Dabei geht es unter anderem um Patrouillen zur Einsatzbereitschaft, das Erzielen militärischer Überlegenheit sowie die Abriegelung wichtiger Häfen und Regionen.

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Ein Sprecher bezeichnete die Übungen als „ernste Warnung“ an „separatistische“ Kräfte. Sie seien zudem eine „legitime und notwendige“ Maßnahme zur Wahrung der chinesischen Souveränität und nationalen Einheit, hieß es.

Militäreinsatz von China: Schießübungen am Dienstag

In einer separaten Mitteilung kündigte die Volksbefreiungsarmee außerdem an, ab Dienstag Schießübungen in fünf ausgewiesenen Zonen rund um Taiwan abzuhalten. Unbeteiligte Schiffe und Flugzeuge sollten diese Bereiche meiden.

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Die Ankündigung folgt auf neue Spannungen mit den USA, nachdem Washington ein großes Waffenpaket für Taiwan bekanntgegeben hatte. Es handelt sich um die ersten größeren chinesischen Militärübungen vor Taiwan seit April.

Kriegsschiffe und Flugzeuge: Taiwan verurteilt Manöver

Chinas Armee übt jedoch nahezu täglich mit Kriegsschiffen und Militärflugzeugen in der Region. Peking zählt die Inselrepublik zu seinem Territorium, obwohl sie seit Jahrzehnten eine von Peking unabhängige und demokratisch gewählte Regierung hat. Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und droht mit dem Einsatz des Militärs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege gelingen.

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Taiwan verurteilte die erneuten chinesischen Militäraktivitäten scharf. Chinas Vorgehen untergrabe die Sicherheit und Stabilität in der Region und stelle eine offene Herausforderung für internationales Recht und die internationale Ordnung dar, erklärte eine Sprecherin des Präsidialamts. Die taiwanischen Streitkräfte und Sicherheitsbehörden seien über die Lage umfassend informiert und vorbereitet.

ef/dpa