Die Böllerschwaden haben sich verzogen, die Glasscherben sind aufgekehrt – und Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste tragen neben den Überstunden aus der Neujahrsnacht auch die Bilanz der Übergriffe und die Zahl der beschädigten Einsatzwagen zusammen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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The same procedure as every year – so wie jedes Jahr. Ein Teil der Gesellschaft nimmt den Jahreswechsel als Anlass zum Ausrasten. Und wer Dienst hat, hält den Kopf hin.

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In manchen Städten sollte man bestimmte Orte an Silvester lieber meiden, wenn man mit Kindern unterwegs ist oder ganz einfach keine Flaschen oder absichtlich horizontal abgeschossene Raketen an den Kopf bekommen will. Die Idiotie der einen beschneidet inzwischen die Freiheit der anderen, fröhlich im öffentlichen Raum das neue Jahr zu begrüßen. Alkohol- und Böllerverbotszonen können zumindest stellenweise helfen.

Die Krawallmacher schaden unserem Gemeinwesen aber über den 1. Januar hinaus. Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter bekommen ebenso wie das Personal in den Krankenhäusern oder Busfahrer das gesamte Jahr über Aggressionen und Respektlosigkeiten ab.

Silvesterkrawalle: Die Strafen müssen nicht nur hart sein, sondern auch schnell kommen

Kommentarfoto Jan Dörner
Jan Dörner ist Chefreporter Politik in der FUNKE Zentralredaktion.© Reto Klar | Reto Klar

In Zeiten, in denen die Bereitschaft schwindet, seine Arbeitskraft oder gar als Ehrenamtlicher seine Freizeit in den Dienst der Gesellschaft zu stellen, ist das ein fataler Zustand.

Die Justizministerin hat angekündigt, Angriffe auf Einsatzkräfte härter zu bestrafen. Das kann aber nur ein erster Schritt sein. Damit dies abschreckend wirkt, müssen Urteile nicht nur hart sein, sondern auch schnell fallen. Und wer seinen Dienst für die Gesellschaft und einen funktionierenden Staat leistet, hat nicht nur Respekt verdient, sondern auch materiell und personell die bestmögliche Ausstattung.