Vor drei Wochen hat die Unesco die italienische Küche zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Es ist das erste Mal, dass die gesamte Küche eines Landes zum Weltkulturerbe erklärt wird. Ausgerechnet zum Beginn des neuen Jahres hat Italien jetzt einen weiteren Grund zum Feiern: Die USA haben die geplanten Strafzölle für mehrere italienische Hersteller von Nudelprodukten nach einer vorläufigen Überprüfung deutlich gesenkt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Ursprünglich hatten die USA im Oktober einen zusätzlichen Zoll von 92 Prozent für 13 italienische Pasta-Unternehmen angekündigt – zuzüglich zu den Zöllen von 15 Prozent für die meisten Importe aus der EU. Laut einer Mitteilung des italienischen Außenministeriums wurde der Zusatzzoll für den Pasta-Hersteller La Molisana nun auf 2,26 Prozent gesenkt. Für das Unternehmen Garofalo wurde der Satz auf 13,98 Prozent festgelegt. Elf weitere Produzenten müssen mit einem Zoll von 9,09 Prozent rechnen. 

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Italien und die USA: „Super-Zoll“ hätte ab 2026 in Kraft treten sollen

Zwischen Italien und den USA war in den vergangenen Monaten ein regelrechter „Pastakrieg“ ausgebrochen. Die USA hatten den italienischen Pasta-Herstellern im Herbst vorgeworfen, ihre Produkte auf dem US-Markt zu unfairen Niedrigpreisen zu verkaufen. So wurde ihnen ein Strafzoll in Höhe von 91,74 Prozent verhängt – zusätzlich zum bereits bestehenden Zollsatz von 15 Prozent. Das ergab eine Gesamtbelastung von fast 107 Prozent. Der sogenannte „Super-Zoll“ hätte ab Januar 2026 in Kraft treten sollen.

Die möglichen wirtschaftlichen Schäden für die italienische Lebensmittelbranche wären im Fall einer Einführung der US-Zölle erheblich. Die italienische Botschaft in Washington sowie das Außen-und das Landwirtschaftsministerium in Rom hatten diplomatische Initiativen ergriffen, um das US-Handelsministerium davon zu überzeugen, diese Entscheidung vor dem Inkrafttreten nochmals zu überdenken.

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USA sind einer der wichtigsten Absatzmärkte für italienische Pasta

Ein Vertreter des US-Handelsministeriums erklärte nun, eine aktualisierte Analyse habe gezeigt, dass die italienischen Exporteure viele der in einer ersten US-Bewertung geäußerten Bedenken ausgeräumt hätten. Die endgültige Entscheidung über die neuen US-Zölle für Nudelprodukte wird für den 12. März erwartet. Italien ist zuversichtlich, dass der Pastakrieg definitiv vom Tisch ist. Die USA sind mit Exporten im Wert von fast 800 Millionen Dollar einer der drei wichtigsten Absatzmärkte für italienische Pasta. Insgesamt beliefen sich die italienischen Nudelexporte laut Daten der nationalen Statistikbehörde Istat im vergangenen Jahr auf einen Wert von über vier Milliarden Euro. 

„Die gute Nachricht aus den USA zeigt, wie ernsthafte Arbeit ohne unnötige Panik Früchte trägt. Wir haben gezeigt, dass Teamarbeit sich auszahlt und Italien in der Welt stark und respektiert ist“, kommentierte Landwirtschaftsminister, Francesco Lollobrigida, die jüngsten Entwicklungen. 

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Die Regierung um Premierministerin Giorgia Meloni sieht in dem Beschluss des US-Handelsministeriums ein Zeichen der Anerkennung für die Kooperationsbereitschaft der italienischen Unternehmen. Laut Regierungskreisen hätten die guten Beziehungen Melonis zu US-Präsident Donald J. Trump auf entscheidende Weise zur Widerrufung der vorläufigen Antidumpingzölle auf italienische Pasta beigetragen.