• Die Spekulationen um US-Präsident Trumps Gesundheit reißen nicht ab
  • Unter anderem die Blutergüsse auf seiner Hand heizen die Gerüchte an
  • Jetzt äußern sich Mediziner

Seit Monaten sind Blutergüsse auf seiner Hand, geschwollene Knöchel und der Hang, während Pressekonferenzen einzuschlafen, Gegenstand von Spekulationen über US-Präsident Donald Trumps Gesundheit. Zum Auftakt des neuen Jahres haben die Zweifel am Zustand des Präsidenten eine neue Dimension angenommen. 

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Dazu hat kein geringerer als Trump selbst beigetragen, als er in einem Interview das Thema freiwillig ansprach. Darin räumte er unter anderem ein, nicht selten den Rat seiner Ärzte zu ignorieren. In einem Gespräch mit dem Wall Street Journal erklärte der Präsident, dass er die „Offenheit“ bedauert, mit der sein Presseteam mit Journalisten über seine Gesundheit gesprochen hat. Schließlich hatte Regierungssprecherin Karoline Leavitt schon vor Monaten eingeräumt, dass Trumps Leibarzt während einer Routineuntersuchung eine MRT-Aufnahme angeordnet hatte. 

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Diese finden allerdings in der Regel statt, wenn Probleme vermutet werden, die anhand von Blutentnahme und selbst Röntgenaufnahmen nicht diagnostiziert werden können. Kürzlich kam es zu weiteren Aufnahmen. „Rückblickend ist es schade, dass ich damit den Medien Munition für Spekulationen gegeben habe“, bedauerte Trump. Auch gab er zu, mehr Aspirin als verschrieben zu nehmen. „Denn Aspirin verdünnt das Blut, und ich will, dass dünnes, nicht dickes Blut durch mein Herz fließt“, erklärte der Präsident. 

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Weißes Haus: Mangelnde Transparenz zu Trumps Gesundheit

Eine objektive Einordnung seiner Gesundheit ist deswegen schwierig, weil das Weiße Haus alles andere als transparent ist. Früher war es gängig, dass Präsidenten detaillierte Einzelheiten ihrer Untersuchungen veröffentlichen. Unter Trump geht das Weiße Haus aber selektiv vor. Sein früherer Leibarzt Ronnie Jackson nannte Trump „den gesündesten Präsidenten in der Geschichte, der mit einer guten Diät 200 Jahre alt werden könnte“. 


Auch in seiner zweiten Amtszeit heißt es lediglich, dass der Präsident trotz der Vorliebe für fetthaltiges Fast Food und des Mangels an körperlicher Betätigung angeblich „hervorragende Gesundheit“ genießt. Bei dieser Darstellung, dass nämlich alles zum Besten bestellt ist, bleibt Regierungssprecherin Leavitt bis heute. Die neuen Tests seien nichts anderes gewesen als „fortgeschrittene tomografische Aufnahmen“.

Vorliebe für Fast Food: Ratschläge der Ärzte stoßen auf taube Ohren

Sorgen bereitet Mediziner aber zum einen die Tatsache, dass der Präsident nicht auf seine Ärzte hört, wie seine Exzesse beim Konsum von Aspirin zeigen. Auch halten sie es bei einem Mann, der im Juni seinen 80. Geburtstag feiern wird, für bedenklich, dass er seine Lebensgewohnheiten nicht anpassen will. So gehören Big Macs, Viertelpfünder und Pommes Frites von der McDonalds Speisekarte weiter zu seinen Leibgerichten.

Auch hat der Präsident kürzlich eine Erklärung dafür geliefert, warum er längere Spaziergänge und sämtliche Formen von Körperübungen ablehnt. Trump glaubt nämlich nicht daran, dass ein Mensch Ausdauer und körperliche Fitness durch Training verbessern kann. Vielmehr ist er überzeugt, dass jeder Mensch von Geburt an über eine fixe Menge physischer Energie verfügt, die er auf sein gesamtes Leben verteilen muss. 

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Trumps Geisteszustand: Psychologen warnen vor Gefahren

Zu den äußeren Symptomen, die darauf hindeuten, dass Trump körperlich abbaut, gesellen sich Hinweise auf einen kontinuierlichen geistigen Verfall. Wie der Klinische Psychologe Dr. John Gartner sagt, spricht der Vergleich zur Vergangenheit Bände. Während der achtziger Jahre sei Trump imstande gewesen, klare, vollständige Absätze zu formulieren“. Nun seien seine Auftritte und Reden „geprägt von Versprechern, Verwirrung und Gedächtnisschwund. Das sind alles Zeichen von front-temporaler Demenz“, meint Gartner. 

Der Psychologe hält den Verfall für eine Person in Trumps Position für so gefährlich, dass er die Organisation „Duty to Warn“ gegründet hat. Die Gruppe von Psychologen, Psychiatern und Ärzten hat wegen Trumps Geisteszustand eine Petition unterschrieben, die seine Amtsenthebung fordert. Die Dringlichkeit begründet Gartner damit, dass bei Menschen in Trumps Zustand Persönlichkeitsstörungen deutlich eskalieren können. Deswegen habe der „bösartige Narzissmus des Präsidenten psychotische Dimensionen angenommen“.   

News aus den USA

Neffe zieht Parallele zwischen Trump und Alzheimer-Erkrankung dessen Vaters

Für gefährlich hält auch Gartners Kollegin Mary Trump, eine Nichte des Präsidentin, sein Verhalten. „Selbstverständlich ist er ein horrender Präsident“, nimmt sie kein Blatt vor den Mund. „Was Donald aber so extrem gefährlich macht, ist seine unglaubliche Unsicherheit.“ Die Psychologin glaubt, einen interessanten Zusammenhang in seinen Verhaltensmustern zu erkennen. „Je mehr er von den Dingen bekommt, von denen er glaubt, sie zu brauchen, nämlich Geld und Macht, desto unsicherer und ängstlicher wird er“. 

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#31 Boris Palmer über sein Ende bei den Grünen und den Rat seines Therapeuten
Meine schwerste Entscheidung
 

Ein weniger fachliches Urteil fällte kürzlich ein anderes Familienmitglied. Der Neffe des Präsidenten, Fred Trump III, sieht nämlich Parallelen zu dem Vater des Präsidenten. „Ich sehe in meinem Onkel dieselben Symptome wie Fred Trump Senior, als Ärzte bei ihm Alzheimers diagnostizierten“, sagt der Buchautor und Immobilienfachmann. Bei Fred Trump Senior, dem verstorbenen Vaters des Präsidenten, wurde 1991 Alzheimers festgestellt, als er 86 Jahre alt war. Sowohl Mary als auch Fred zweifeln daran, dass ihr Onkel imstande sein wird, seine laufende Amtszeit zu beenden. Darin, dass Trump sogar an die Möglichkeit einer verfassungswidrigen dritten Amtsperiode denkt, sehen sie ein weiteres Zeichen für seine Unzurechnungsfähigkeit.