Die USA machen ernst. Ihr Präsident Donald Trump hatte zuletzt mehrfach betont, Grönland käuflich erwerben zu wollen. Territorialkäufe sind tatsächlich in der 250-jährigen Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika kein Ausnahmefall: Immer wieder hat die nordamerikanische Nation ihre Fläche gegen Zahlung erweitert.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Dabei warf Washington mehrmals schon auch ein Auge auf Grönland, die größte Insel der Welt: Nach dem Zweiten Weltkrieg etwa bot die US-Regierung unter Harry S. Truman Dänemark Gold im Wert von 100 Millionen Dollar. Die Insel sei doch „völlig wertlos“, so das Argument. Zu einem Kauf kam es damals nicht. In anderen Fällen waren die US-Kaufambitionen erfolgreicher.
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1803: USA verdoppeln mit Louisiana-Ankauf ihre Landfläche
Für ein Schnäppchen von 15 Millionen Dollar ging 1803 das riesige Areal von mehr als zwei Millionen Quadratkilometern, das vom Mississippi bis zu den Rocky Mountains reicht, von Frankreich an die USA. Das damalige US-Territorium wurde damit verdoppelt. Heute entspricht das Gebiet rund einem Viertel der US-Fläche und ist viel größer als der gleichnamige Bundesstaat.
News aus den USA
1819: Florida-Vertrag mit Spanien regelt Grenzen in Nordamerika
Washington erhielt im Jahr 1819 für fünf Millionen Dollar Florida von Spanien und verzichtete im Gegenzug auf eigene Ansprüche im heutigen Texas. Damit gehörten seinerzeit alle westlich von Louisiana gelegenen Gebiete von Texas bis nach Kalifornien der spanischen Krone.
1848: USA verleiben sich von Mexiko Kalifornien und Co. ein
Nach dem Krieg mit den USA trat im Jahr 1848 das mittlerweile von Spanien losgelöste Mexiko unter anderen die heutigen US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Utah, New Mexico sowie große Teile von Arizona und Colorado ab. Die US-Regierung zahlte 15 Millionen Dollar und verpflichtete sich, die Schulden der US-Staatsbürger gegenüber Mexiko zu begleichen. 1854 zahlten die USA für weitere Gebiete in Arizona und New Mexico 10 Millionen Dollar.

1867: Von Russland erhalten die USA Alaska
Die Regierung von Präsident Andrew Johnson erwarb 1867 für einen Spottpreis von 7,2 Millionen Dollar Alaska von Russland. Danach kam auch der Gedanke zum Erwerb Grönlands und Islands auf, die beide damals zu Dänemark gehörten. Es wurde aber kein formelles Angebot unterbreitet.
Strategisch wichtige Jungferninseln von Dänemark gekauft
1917 kauften die USA unter Präsident Woodrow Wilson den Dänen die in der Karibik gelegenen Inseln Saint Croix, Saint John und Saint Thomas – damals Dänisch-Westindien – für Gold im Wert von 25 Millionen Dollar ab. Die Amerikaner befürchteten, dass die Deutschen nach einer Invasion Dänemarks im Ersten Weltkrieg die Kontrolle über die Inseln erlangen könnten.
dpa/jcst









