Nicht nur einmal passiert es: US-Präsident Donald Trump hat bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mehrfach statt „Grönland“ „Iceland“ gesagt – also Island. „Ich habe der Nato immer geholfen, und sie mochten mich, bis ich sie vor kurzem auf Island angesprochen habe“, sagte er am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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„In Island sind sie nicht für uns da“, sagte er bezogen auf die Nato. „Unsere Aktienmärkte sind wegen Island zusammengebrochen, Island hat uns schon eine Menge Geld gekostet“, sagte der US-Präsident weiter, ohne sich seines offensichtlichen Versprechers bewusst zu werden.
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Trump nennt in Davos Grönland mehrfach Island – und „einen Brocken Eis“
Eine Erklärung dafür könnte die sprachliche Nähe von „Iceland“ (Island) zu „ice“ (Eis) sein. Trump hatte zuvor Grönland mehrfach als „einen Brocken Eis“ bezeichnet, den er aus strategischen Gründen für die USA „erwerben“ wolle. „Alles worum ich bitte, ist ein Stück Eis – kalt und schlecht gelegen“, sagte Trump, als ob er wie in einem früheren Leben über eine Immobilie spreche. „Es kann eine wichtige Rolle mit Blick auf den Weltfrieden spielen“, fügte er hinzu.
„Wir wollen Grönland haben, einschließlich aller Eigentumsrechte und Rechtsansprüche“, betonte Trump. Um es verteidigen zu können, brauche man Eigentum. „Man kann es nicht auf der Grundlage eines Pachtvertrags verteidigen“, sagte Trump, einmal mehr im Rückgriff auf Vokabular der Immobilienwelt.
News aus den USA
Trump wollte in Davos mehrere Gespräche zu Grönland führen, aber zunächst wurde nicht bekannt, mit wem. Er argumentierte weiter, die USA hätten Grönland bereits im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland verteidigt. „Nach dem Krieg haben wir Grönland an Dänemark zurückgegeben. Wie blöd waren wir, das zu tun?“, sagte er.
Mögliche Ansprüche auf Bodenschätze wie seltene Erden wies Trump zurück. „Es gibt so viel seltene Erden, dass es gar keine ‚seltenen‘ Erden sind“, sagte Trump. Dies sei jedenfalls nicht der Grund, warum die USA Grönland bräuchten. Diese „riesige, ungesicherte Insel“ sei ohnehin ein „Teil Nordamerikas“.
afp/viv









