Die Bundeswehr übt derzeit in der Oberlausitz das Abwerfen von Flugblättern. Sie werden mithilfe von Heliumballons in die Luft geschickt. Im Ernstfall sollen auf diesem Wege Menschen informiert werden, die anders schlecht zu erreichen wären, teilte das Landeskommando Sachsen mit. Im Rahmen der Übung werden lediglich Übungsflugblätter abgeworfen, auf denen ein Symbol und ein Text für den Finder abgedruckt sind.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Zwar sollen die Flugblätter auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz ankommen – je nach Wind und Wetter könne es aber sein, dass sie von ihrer Flugbahn abkommen und in den umliegenden Ortschaften landen. Weil Flugblätter bis Polen und Tschechien abdriften könnten, seien auch die Nachbarländer Polen und Tschechien informiert worden.

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Wer so ein Flugblatt findet, könne sich gerne an die darauf angegebene Adresse wenden und den Fundort melden, sagte Oberstleutnant Maike Thomas gegenüber „MDR Sachsen“. „Danach kann man das Flugblatt gerne im Papierkorb entsorgen.“

Übung „Colder Iron 2026“: Bundeswehr setzt auf biologisch abbaubare Flugblätter

Die Bundeswehr verweist darauf, dass die im Rahmen der Übung eingesetzten Flugblätter aus umweltverträglichem Papier gefertigt seien. Sollten sie nicht eingesammelt werden, würden sie sich nach einiger Zeit am Boden vollständig zersetzen. Die Aktion ist noch bis zum 4. Februar angesetzt.

Die Übung „Colder Iron 2026“ diene der Truppe zur Festigung ihrer Fähigkeiten, hieß es. Für das Training des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr sind rund 100 Soldaten aus Mayen in Rheinland-Pfalz nach Sachsen verlegt worden.

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Erst vor Kurzem hatte die Bundeswehr auch in Berlin für Aufsehen gesorgt: Im Januar kreisten stundenlang Hubschrauber über Teile der Hauptstadt und verunsicherten zahlreiche Anwohner, die bei der Polizei nachfragten. Diese stellte klar, dass es sich um ein Manöver der Bundeswehr handelte. Nach Angaben eines Sprechers diente die Übung der Bekämpfung feindlicher Agenten und dem Schutz kritischer Infrastruktur; beteiligt waren rund 200 Fallschirmjäger sowie weitere Soldaten.

Mit dpa