Gegen den früheren norwegischen Ministerpräsidenten Thorbjørn Jagland, der im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal unter Korruptionsverdacht steht, können die Ermittlungen fortgesetzt werden. Der Europarat hob auf Bitten Norwegens Jaglands Immunität für seine Zeit als Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation von 2009 bis 2019 auf.
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Die norwegische Behörde zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität prüft, ob Jagland während seiner Amtszeit als Generalsekretär Geschenke, Reisen oder Kredite angenommen hat. Darauf deuten laut der Nachrichtenagentur NTB Informationen aus den Akten im Umfeld des Falls des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hin.
Politiker unter Korruptionsverdacht – dubiose Epstein-Kontakte
Die Dokumente sollen demnach zeigen, dass Jagland zwischen 2016 und 2018 mehrfach Kontakt mit dem US-Geschäftsmann hatte. In diesem Zeitraum war der Norweger sowohl Generalsekretär des Europarates als auch Mitglied des norwegischen Nobelkomitees. Von 2009 bis 2015 war er dessen Vorsitzender.
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Als Ex-Generalsekretär des Europarates hatte Jagland bislang Immunität, das heißt, er konnte nicht strafrechtlich verfolgt werden. Sein Mandant habe mit der Aufhebung der Immunität gerechnet, sagte Jaglands Anwalt der NTB. Jagland habe der zuständigen Ermittlungsbehörde bereits Unterlagen übermittelt und wolle sie „bei der weiteren Aufklärung des Sachverhalts“ unterstützen.
lro/dpa






