Der Kampf der Trump-Administration gegen alles, was nicht dem klassischen Familienmodell entspricht, ist um ein trauriges Kapitel reicher: Eine US-Behörde entfernte Anfang der Woche eine Regenbogenflagge vom Stonewall-Monument im New Yorker Stadtteil Greenwich Village. Das Denkmal in einem kleinen Park erinnert an die Unruhen, die 1969 nach einer Polizeirazzia im Stonewall Inn, einer New Yorker Schwulenbar, ausgebrochen waren. Der Aufstand gilt als Schlüsselmoment für die LGTBQ-Bewegung in den Vereinigten Staaten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die Entfernung der Flagge folgte auf einen Beschluss des National Park Service vom 21. Januar. Die US-Behörde ist für die Verwaltung des denkmalgeschützten Gebäudes in Manhattan zuständig. Der Beschluss verbietet das Hissen von Flaggen, die nicht die Nationalflagge der USA sind oder die Farben des Innenministeriums haben, mit wenigen Ausnahmen. 

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Auch New Yorks Bürgermeister Mamdani „empört“ über Entfernung

Etwa hundert Demonstranten, viele in Regenbogenfahnen gehüllt, protestierten am Dienstag in dem Park gegen die Entfernung. Sie verurteilten den Schritt als „Schlag ins Gesicht“ der LGBTQ-Community. Auch New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani  reagiere. Er sei über die Entfernung der Fahne „empört“, sagte Mamdani. New York sei der „Geburtsort“ der modernen Bewegung für die LGBTQ-Rechte und „keine Tat der Auslöschung wird diese Geschichte jemals ändern oder zum Schweigen bringen können“, schrieb er beim Onlinedienst X. 

Trump hat seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 bereits zahlreiche Programme gestrichen, die sich für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion einsetzen. So wurde ein Marineschiff, das nach dem ersten offen schwulen US-Politiker Harvey Milk benannt war, im vergangenen Jahr umbenannt – und das ausgerechnet im Pride-Monat Juni, in dem die queere Community ihre Sichtbarkeit feiert und für ihre Rechte demonstriert.

US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, dem seiner Meinung nach in den USA wütenden „Transgender-Wahn“ ein Ende zu setzen. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar verkündete er, in den USA gebe es nur zwei Geschlechter: männlich und weiblich. Trump unterzeichnete zudem ein Dekret, das geschlechtsangleichende Maßnahmen für Kinder und Jugendliche verbietet. Zudem schloss er Trans-Athletinnen vom Frauensport aus.

tok mit AFP