Ist China bald in der Lage, von U-Booten aus US-Flugzeugträger zu versenken? Glaubt man chinesischen Staatsmedien, wird dafür gerade groß aufgerüstet – unter anderem mit Hyperschallraketen. Konkret sollen mit Diesel betriebene U-Boote zukünftig in der Lage sein, Raketen vom Typ YJ-19 aufs Meer hinauszutragen und dort auch abzufeuern. China wäre damit das erste Land, das Hyperschallraketen auf U-Booten mit konventionellem Antrieb nutzt

Chinas U-Boote feuern YJ-19-Hyperschallrakete aus Torpedorohren

Bisher ist es nicht üblich, Hyperschallraketen auf U-Booten dieser Art einzusetzen. Zwar feuert Russland im Ukraine-Krieg mitunter Raketen 3M22 Zirkon von U-Booten ab. Diese Hyperschallrakete ist allerdings zu groß und schwer für kleinere U-Boote mit konventionellem Antrieb. Um sie tragen zu können, braucht es Atom-U-Boote und Schiffe mit vertikalen Startrohren.

Anders sieht es bei der YJ-19 aus. Mit schätzungsweise 140 bis 200 Kilo pro Gefechtskopf ist die Rakete in etwa halb so schwer wie die russische Zirkon. So kann das chinesische Militär die Hyperschallrakete aus den Torpedorohren der als Schiffsjäger bezeichneten U-Boote Typ 039B abfeuern. Sie sind bewusst so klein gebaut, um sie auch in flachen Gewässern wie in der Meerenge bei Taiwan einsetzen zu können.

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YJ-19 kann mit hoher Geschwindigkeit den US-Abwehrschirm durchbrechen

Durch die hohe Geschwindigkeit der YJ-19 hat die Rakete einen entscheidenden Vorteil: Der Abwehrschirm des Ziels hat nicht genug Zeit, um angemessen zu reagieren. Für die letzten 10 km zum Ziel soll die Rakete nur 3,64 Sekunden brauchen. Die US-Flugzeugträger wären nicht in der Lage, sich zu verteidigen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Durch den kleineren Gefechtskopf ist allerdings auch der Schaden kleiner, den die Rakete anrichten kann. Für spürbare Zerstörung braucht es entweder einen gezielten Treffer in ein Munitionslager oder einen Einschlag an taktisch wichtigen Stellen wie dem Ruder oder der Brücke.