- Die „USS Gerald R. Ford“ ist das wohl teuerste Kriegsschiff der Welt
- Der Flugzeugträger erreicht gerade den US-Marinestützpunkt auf Kreta
- Für die Besatzung scheint der Einsatz nicht leicht – denn es gibt ein Problem bei der Technik
Er mag der größte und mit 13 Milliarden Dollar Herstellungskosten teuerste Flugzeugträger der Welt sein – was die Befriedigung urmenschlicher Bedürfnisse angeht, haben die Konstrukteure der „USS Gerald R. Ford”, die zur Verstärkung der militärischen Drohkulisse Donald Trumps gegen den Iran just im Nahen Osten eingetroffen ist, im wahrsten Sinne des Wortes einen Griff ins Klo getan.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Wie E-Mails von Besatzungsmitgliedern und interne Unterlagen belegen, die vor Kurzem beim TV-Sender NPR anlandeten, gibt es an Bord der mit 4600 Marine-Soldaten besetzten schwimmenden Kleinstadt massive Probleme mit den Toiletten. Laut offizieller Regierungsberichte ist das sogenannte VCHT-System (Vacuum Collection, Holding and Transfer), das im Kern aus der zivilen Kreuzfahrtindustrie übernommen wurden, viel zu klein konfiguriert worden – die 650 Toiletten an Bord fallen nach Berichten von Bordmitgliedern immer wieder aus.
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Die Matrosen, die am Abwassersystem arbeiten und als „Hull Maintenance Technicians” (HTs) bezeichnet werden, arbeiten quasi rund um die Uhr in Sonderschichten. „Unser Abwassersystem wird täglich von den Matrosen missbraucht und zerstört. Meine HTs arbeiten derzeit 19 Stunden am Tag, um mit der Nachfrage Schritt zu halten“, schrieb ein Verantwortlicher in der internen Befehlskette.
Alles, von T-Shirts bis hin zu einem 1,20 Meter langen Stück Seil, habe schon aus dem System entfernt werden müssen. Die Vakuumrohre sind offenbar so schmal, dass selbst braune Papiertücher und handelsübliches Toilettenpapier Störungen verursachen.
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Das häufigste Problem ist demnach ein Ventil an der Rückseite der Toiletten, das sich lösen kann und dazu führt, dass auf einen Schlag alle Toiletten in einem von zehn Sektoren ihre Saugkraft verlieren. Das Problem ist so groß, das seit Sommer 2023 nahezu jeden Tag ein Notruf an das Schiffspersonal abgesetzt wird, um einen Teil des VCHT-Systems zu reparieren oder zu reinigen. Das geht aus einem Dokument hervor, das die US-Marine auf Anfrage gemäß dem Freedom of Information Act (FOIA) zur Verfügung gestellt hat.
Das teuerste Problem sind laut internen Dokumenten Kalkablagerungen, die insbesondere in den unteren Decks des Schiffes enge Rohre verstopfen. Für eine Säureeinigung gibt die Marine 400.000 Dollar aus. Seit 2023 ist dies offenbar zehn Mal geschehen, wobei diese Arbeiten nur im Hafen durchgeführt werden können.
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Sobald die „USS Gerald R. Ford“ ihren ununterbrochen seit Juni 2025 laufenden Einsatz beendet hat, soll der Flugzeugträger noch in diesem Jahr in der Marine-Werft in Norfolk/Virginia umfangreich gewartet und nachgerüstet werden. Es sei denn US-Präsident Trump gibt nach der Mission in der Karibik vor Venezuela und jetzt in den Gewässern vor dem Iran den Befehl für ein weiteres Kursziel. Grönland?










