Donald Trump ist zwei Wochen nach Beginn auf dem Weg, diesen Iran-Krieg bitter zu verlieren. Nicht, weil Amerika militärisch zu schwach wäre. Sondern weil sein Präsident kopf- und planlos agiert. Das Regime in Teheran steht nach Einschätzung der US-Geheimdienste eben nicht vor dem Kollaps. Von Volksaufstand keine Spur – wie auch.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Genau damit fällt Trumps Lieblingsfantasie in sich zusammen: Ein kurzer, harter Schlag – dann ist Ruhe. Nichts daran war realistisch. Die Islamische Republik ist kein morsches Bühnenbild, das nach ein paar Nadelstichen zusammenkracht. Sie ist ein Machtapparat, der für genau diesen Ausnahmezustand gebaut wurde.

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Wer so ein Regime angreift, ohne zu wissen, wie das Ende aussehen soll, verwechselt Feuerkraft mit Strategie. In dieser Falle steckt Trump jetzt. Steigt er aus, ohne die Uran-Vorräte zu sichern und die Straße von Hormus zu befreien, bleibt ein noch rachsüchtigerer Iran zurück, entschlossen zu Wiederaufbau und Vergeltung.

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Eskaliert Trump den Einsatz, drohen Ölpreisschocks und Weltwirtschaftskrise. Und genau der regionale Flächenbrand, den ein verantwortlicher Präsident verhindern muss. Trumps Gerede vom auf die Knie gezwungenen Gegner ist das, was es meist ist: hohl.

Dirk Hautkapp ist US-Korrespondent der FUNKE Zentralredaktion.
Dirk Hautkapp ist US-Korrespondent der FUNKE Zentralredaktion.© privat | Privat

Operative Überlegenheit ist nicht dasselbe wie strategischer Erfolg. Bomben können Kommandostrukturen und Waffenarsenale treffen; sie ersetzen aber keine politischen Ziele und schon gar keine Ausstiegsstrategie. Trump hat sich und der Welt ein Dilemma geschaffen, aus dem jede Option teurer wird. So sehen keine Sieger aus. So sieht der Anfang einer bitteren Niederlage aus.