Es ist ein ungewöhnliches Sammelsurium an Themen, an denen sich der US-Präsident ergötzt: In Kriegszeiten sollte ein Staatsoberhaupt den Ernst der Lage verkörpern – sollte man meinen. Doch wer die Bilder von Trump der vergangenen Wochen nebeneinanderhält, erkennt in den Gesichtszügen sowohl Zorn als auch Klamauk – wie etwa beim Schenkelklopfer mit Merz im Oval Office.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Dass seine Scherze gerne auf Kosten von Minderheiten gehen, zeigte Trump im Wahlkampf. Nun aber nennt er „Spaß“ in einem ungewöhnlichen Zusammenhang: In einem Fernsehinterview unterstrich der US-Präsident, er sei derzeit nicht zu einer Verhandlungslösung mit dem Iran bereit. Stattdessen werde die US-Armee ihre Angriffe an der Nordküste des Iran fortsetzen und möglicherweise auch die iranische Öl-Umschlaginsel Charg erneut bombardieren, „einfach zum Spaß“.

Seit nunmehr zwei Wochen führen die USA an der Seite Israels Krieg gegen das Mullah-Regime. Neben zahlreichen Führungspersönlichkeiten, wie etwa dem Obersten Führer Ali Chamenei, starben zahlreiche Menschen in dem Konflikt. Auch 13 Angehörige der US-Armee verloren ihr Leben.

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Trump: Nicht nur Krieg – auch Schuhe bereiten ihm „Spaß“

„Spaß“ hat Trump aber nicht nur dabei, im Nahen Osten „noch ein paar Mal zuzuschlagen“. Eine ähnliche Wortwahl fand er nach Kriegsausbruch auch mit Blick auf die Ausstattung seiner Regierungsmannschaft. Denn Trump fühlt sich offenbar auch verantwortlich für das Schuhwerk seiner Minister.

US President Donald Trump speaks at Verst Logistics in Hebron, Kentucky
Donald Trump am 11. März in Kentucky, rund zwei Wochen nach Ausbruch des Iran-Kriegs.© AFP | JIM WATSON

Wenn er jemanden sehe, der jahrelang in schlechten Schuhen herumläuft, dann spreche er ihn an, sagte der 79-Jährige in einem Interview mit Fox News. „Ich sage ihnen dann: ‚Lass mich ein Paar für dich besorgen‘“. Trump bereite diese Rolle „großen Spaß“, sagt er, und die Ergebnisse seien überzeugend. „Alle sehen jetzt schick und ordentlich aus.“

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„Es ist zum Totlachen, weil jeder Angst hat, sie nicht zu tragen“

Hoch im Kurs steht bei Trump die US-Marke Florsheim, die auf den deutschen Einwanderer Sigmund Florsheim zurückgeht. Groß wurde das Schuh-Thema in den US-Medien unter anderem wegen Außenminister Marco Rubio – weil der ein Paar trägt, das ihm Beobachtern zufolge deutlich zu groß ist. Laut „Wall Street Journal“ wurde auch er von Trump ausgestattet.

„Alle Jungs haben sie“, zitiert die Zeitung eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses mit Blick auf die Schuhe. Eine andere wird mit den Worten zitiert: „Es ist zum Totlachen, weil jeder Angst hat, sie nicht zu tragen.“ Dass er allen im Kabinett ein Paar von Florsheim schenke, sei aber nicht korrekt, antwortete Trump auf die Frage des Fox-Moderators. „Aber das ist ein toller Schuh.“

mit dpa