Hier in Rheinland-Pfalz gab es sie noch: die Ampel. Eine Regierung mit der FDP. Die Liberalen prägten im Südwesten sogar eine Ära. Zehn lange Jahre regierte die Partei mit der SPD und den Grünen. Jetzt ist die „Ampel“ aus – und die FDP laut ersten Hochrechnungen klar raus. „Wir haben gekämpft“, sagte FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner in Berlin. „Fakt ist aber, wir haben verloren.“ 

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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2024 endete die Regierungszeit der FDP in der Bundesregierung mit Olaf Scholz mit einer Zerfleischung auf offener Bühne. In Rheinland-Pfalz, so muss man sagen, verschwindet die FDP eher wie ein verlorener Satellit in die unendliche Bedeutungslosigkeit. Still verglüht sie. In Umfragen war die Partei teilweise nur noch unter „Sonstige“ gelistet.

Die stolze FDP – nach der Wahl in Rheinland-Pfalz nimmt das Tempo in Richtung Splitterpartei an Fahrt auf. Dabei führten sie einst Politik-Granden an, wie Guido Westerwelle, Gerhart Baum. In Rheinland-Pfalz steuerte Rainer Brüderle die Liberalen erfolgreich über Jahrzehnte, war Minister und Vize-MP.

Ein Ex-Politiker über die FDP: „Es gibt keine Bestandsgarantie für politische Parteien“

Daniela Schmitt, so hieß die Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz. Zuletzt war sie Landwirtschaftsministerin. Schmitt forderte im Wahlkampf einen Pflicht-Sprachtest für Fünfjährige und gezielte Förderung. Bildung: ein Thema, mit dem die FDP immer wieder punkten wollte. Nur gelingt es ihr auch diesmal nicht. Schon 2021 reichte es gerade für die Fünf-Prozent-Marke.

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Kurz vor der Wahl in Rheinland-Pfalz hatte die FDP so etwas wie einen Dolchstoßmoment. Volker Wissing, der mit dem Ampel-Ende im Bund 2024 aus der FDP ausgetreten war, sagte im Interview mit dem „Spiegel“: „Es gibt keine Bestandsgarantie für politische Parteien.“