Mit 2160 Euro will „Thüringen hilft“, die Spendenaktion unserer Zeitung und der Diakonie Mitteldeutschland, eine Reittherapie für Felix aus Niederroßla unterstützen. Der 36-Jährige wohnt bei seinen Eltern und arbeitet in einer geschützten Werkstatt, denn infolge Sauerstoffmangels bei der Frühgeburt leidet er an einer Hirnschädigung. Dadurch ist er leicht reizbar, oft angespannt, unruhig und neigt zu Depressionen, aus denen er trotz Entspannungsübungen und Akupressur schwer herausfindet. Pony Pedro soll ihm dabei helfen – „schon beim ersten Besuch kam Pedro auf mich zugelaufen“, verrät Felix. „Er hat mich ausgesucht, nicht ich ihn.“

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Dabei ist „Pony“ nur ein fröhlicher Spitzname, denn Pedro ist ein gemütliches Therapiepferd von stolzen 24 Jahren. Es ist auf dem Reiterhof „Tierisch-Menschlich Wormstedt“, einem Ortsteil von Bad Sulza, zu Hause, auf dem Menschen mit Behinderungen mit „tiergestützter Intervention“ Selbstvertrauen, Mut und Lebensfreude zurückgewinnen sollen.

Thüringen hilft
Felix und Pony Pedro. Kerstin Reichardt vom Verein Tierisch-Menschlich e.V. begleitet die beiden bei ihren Ausflügen.© Funke Medien Thüringen | Ingo Glase

Felix profitiert von Spenden – Therapie trotz Pferde-Respekt

So auch Felix. Er fährt nun regelmäßig zum Reiterhof, denn durch die Spenden unserer Leser ist die Finanzierung der Therapie für die nächsten Wochen gesichert. Dabei reitet er gar nicht, zu groß ist sein Respekt vor dem Pferd – und leider wäre Felix auch zu groß für das relativ kleine Pferd.

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„Für Menschen mit körperlichen Behinderungen sind die fließenden, dreidimensionalen Bewegungen des Pferdes ein Segen. Man kann förmlich zuschauen, wie sich beim Reiten die verkrampften Muskeln entspannen“, erklärt Kerstin Reichardt, die den Reiterhof betreibt und zu den Gründerinnen des Vereins Tierisch-Menschlich e.V. gehört. „Aber bei Felix geht es ja nicht um eine Lockerung der Muskeln, sondern darum, ihn aus seiner Schwermut herauszuholen, seelisch zu stabilisieren.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Bei Felix scheint das zu klappen“, freut sich dessen Mutter Annett Henschen, „denn schon nach der Schnupperstunde war er viel ruhiger und ausgeglichener als sonst.“ Die Nähe zu Pedro, dessen warmes Fell und dessen ruhige Art, dessen Zuneigung und Nähe beruhigen Felix nachhaltig.

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Regelmäßige Besuche bei Pony Pedro dank Leserspenden

Dank der Hilfe unserer Leser kann der 36-Jährige nun regelmäßig, geplant ist ein Zwei-Wochen-Rhythmus, Pony Pedro besuchen – solange die Spenden reichen. „Etwa eine Stunde lang streifen die beiden dann durch die Natur rund um den Reiterhof, von uns begleitet“, sagt Kerstin Reichardt.

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Die selbst Sorgen hat, denn das gepachtete Grundstück, auf dem der Verein die tiergestützte Intervention betreibt, steht zum Verkauf. 100.000 Euro kostet es, ein Drittel der Summe ist durch einen Spendenaufruf und Eigenmittel bereits zusammengekommen. „Der Besitzer möchte gern an uns verkaufen, kann allerdings auch nicht ewig warten“, zeigt Kerstin Reichardt sogar Verständnis und hofft auf viele Unterstützer, um den Rest bis Jahresende zu schaffen. Felix hat schon sein Taschengeld gespendet, damit er noch lange mit Pony Pedro durch das Revier streifen kann.

Wer Felix helfen will:
Spendenkonto DE89 8205 1000 0125 0222 20
Empfänger Diakonie Mitteldeutschland
oder per Mausklick hier.

Wer auch den Reiterhof unterstützen will:
Tierisch - Menschlich Wormstedt e.V. 
IBAN: DE96 8205 1000 0163 0809 17
oder per Mausklick hier.