Das amphibische Angriffsschiff „USS Tripoli“ der US-Marine ist in der Golfregion eingetroffen. Das normalerweise in Japan stationierte Schiff sei am Freitag in der Region angekommen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom beim Kurznachrichtendienst X mit. Die Verlegung des Schiffes schürt Spekulationen über einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen im Iran-Krieg.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die „USS Tripoli“ sei das Flaggschiff eines Kontingents von „etwa 3500“ Marineinfanteristen und Matrosen, erklärte Centcom. Zu der Gruppe gehörten auch „Transport- und Kampfflugzeuge sowie Ausrüstung für amphibische Angriffe“, hieß es weiter.
Vom Centcom veröffentlichte Fotos zeigten mehrere „Seahawk-Hubschrauber auf dem Schiffsdeck sowie „Osprey“-Flugzeuge, die üblicherweise zum Truppentransport eingesetzt werden. Ein weiteres Bild zeigte einen F-35-Kampfjet.
U.S. Sailors and Marines aboard USS Tripoli (LHA 7) arrived in the U.S. Central Command area of responsibility, March 27. The America-class amphibious assault ship serves as the flagship for the Tripoli Amphibious Ready Group / 31st Marine Expeditionary Unit composed of about… pic.twitter.com/JFWiPBbkd2
— U.S. Central Command (@CENTCOM) 28. März 2026
US-Außenminister Marco Rubio hatte am Freitag erklärt, Washington könne seine Ziele im Iran auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen. US-Präsident Donald Trump hält sich bei dem Thema dagegen seit Wochen bedeckt. Mehrere US-Medien berichteten, der Präsident erwäge die Entsendung von mindestens 10.000 Soldaten an den Golf. Am Samstag schrieb die „Washington Post“, das US-Verteidigungsministerium hätte umfangreiche Pläne für eine Bodenoffensive vorbereitet.
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Die „USS Tripoli“ hat in der Regel bis zu 20 F-35-Kampfjets an Bord
Die „USS Tripoli“ wurde 2020 in Dienst gestellt, ist 257 Meter lang und 32 Meter breit. Die Besatzung besteht aus knapp über 100 Offizieren, einer Mannschaft von etwa 1100 Seeleuten und etwa 1700 Marineinfanteristen. Für gewöhnlich hat die „Tripoli“ bis zu 20 F-35-Kampfflugzeuge an Bord. Hinzu kommt ein „Osprey“-Kipprotor-Hubschrauber, ein „King Stallion“-Transporthubschrauber, ein „Venom“-Mehrzweckhubschrauber“, ein „Viper“-Kampfhubschrauber“ und ein „Knighthawk“-Transporthubschrauber.

Im Gegensatz zu Flugzeugträgern wie der „USS General Ford“ sind auf dem Schiff keine Tank- und Frühwarnflugzeuge stationiert. Ausgelegt ist das Schiff vor allem für Senkrechtstarter oder Flugzeuge, die keine lange Start- und Landebahn benötigen.
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Die „Tripoli“ gehört zur „Siebten Flotte“ der US-Navy. Ihr Einsatzgebiet umfasst üblicherweise des westlichen Pazifik und den Indischen Ozean. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Verteidigung der koreanischen Halbinsel. Insgesamt besteht die „Siebte Flotte“ aus 50 bis 70 Schiffen, 150 Flugzeugen und 27.000 Einsatzkräften. Ihr Flaggschiff ist die „Blue Ridge“.
Die „Tripoli“ selbst ist Flaggschiff einer sogenannten „Expeditionary Strike Group“ (ESG), ein Marineverband der US-Navy, das vor allem amphibische Operationen ausführt – also Einsätze zu Lande und zu Wasser. Begleitet wird sie unter anderem von den Transportschiffen „New Orleans“ und „San Diego“.
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Die USA haben bereits Tausende Marinesoldaten in den Nahen Osten verlegt. Nach früheren US-Angaben befinden sich mehr als 50.000 Soldaten in der Region. Israel und die USA griffen vor vier Wochen den Iran an, der mit Gegenangriffen in der Region zurückschlug. Seit Kriegsbeginn wurden laut Angaben von Centcom vom Samstag von US-Kräften mehr als 11.000 Ziele getroffen. Mehr als 150 iranische Schiffe seien entweder zerstört oder beschädigt worden.
afp/dpa/bee
































