In der russischen Teilrepublik Dagestan wurde der Notstand ausgerufen. Das teilte der Leiter des russischen Katastrophenschutzministeriums, Alexander Kurenkov, bei einer Sitzung der Regierungskommission mit, wie das russische Nachrichtenportal „Svoboda“ berichtete.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Nach heftigen Regenfällen kämpfen die Menschen vor Ort mit einer schweren Flut-Katastrophe. Besonders heikel: An einem Stausee in der Region Derbrent hielt eine Mauer den Wassermassen nicht mehr stand und brach. Mehrere Dörfer stehen nun unter Wasser. Der russische Wetterdienst hat für Freitag außerdem erneut eine Sturmwarnung für Tschetschenien herausgegeben, hieß es in dem Bericht von „Svoboda“. Erleichterung ist nicht in Sicht.
Zudem sollen eine Frau und ihre Tochter von den Fluten mitgerissen worden sein. Inzwischen wurden ihre Leichen gefunden, teilten die russischen Behörden mit. Über 4000 Menschen mussten inzwischen in Sicherheit gebracht werden und ihre Häuser verlassen. Etwa 2000 Gebäude sollen unter Wasser stehen.
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Betroffen ist auch Machatschkala. In der Hauptstadt der Region leben rund 500.000 Menschen. Das regionale Nachrichtenportal „Golos Dagestana“ berichtet, dass dort Wohnhäuser einsturzgefährdet seien. Auf Videos in sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie ganze Gebäude im Hochwasser versanken. Auch eine für die Versorgung der Region wichtige Brücke soll eingestürzt sein.
Zur Überwachung der Lage seien Hubschrauber im Einsatz, hieß es. Die Behörden richteten Notunterkünfte ein. Doch das Schlimmste könnte den Menschen in der Katastrophen-Region noch bevorstehen: „Laut Vorhersage wird es weiterhin regnen“, teilte das Ministerium weiter mit. „Es besteht weiterhin die Gefahr von Erdrutschen, Steinschlag und Schlammlawinen.“

Ausnahmezustand in vielen Teilen Dagestans
Unwetter mit heftigen Regenfällen machen den Menschen im Nordkaukasus schon seit Ende März zu schaffen. Die Überflutung auch von Umspannwerken führte zu Stromausfällen in vielen Bezirken Dagestans. Auch Kläranlagen sind überflutet, was die Wasserversorgung erschwert und zur Ausbreitung von Krankheiten führen könnte. Die Behörden der Republik verhängten den Ausnahmezustand unter anderem in Machatschkala, Chassawjurt, Kaspijsk und in der Region Derbent.
Mehr als 3300 Menschen wurden bereits Ende März aus den überfluteten Gebieten in Sicherheit gebracht. Damals war die Rede von 3500 überschwemmten Häusern.
awe/nfz/dpa


![DIESES FOTO WIRD VON DER RUSSISCHEN STAATSAGENTUR TASS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. [RUSSIA, LUGANSK PEOPLE'S REPUBLIC - JULY 29, 2026: A serviceman from the military commandants office of the Lugansk People's Republic performs an air defence duty to protect the airspace of the Lugansk People's Republic. Alexander Reka/TASS] Air defence in Lugansk People's Republic, Russia](https://img.sparknews.funkemedien.de/412741926/412741926_1785999935_v16_9_1200.jpeg)



