Nachdem das US-Militär zwei Soldaten aus dem Iran gerettet hat, werden immer mehr Details der Mission bekannt. Diese war laut Angaben der US-Regierung und nach Recherchen mehrerer US-Medien umfangreicher als bislang bekannt. So haben unter anderem die „New York Times“, das „Wall Street Journal“ und das Portal „The War Zone“ Details der Ereignisse seit dem 3. April zusammengetragen. Wichtig zu betonen: Dabei handelt es sich um die US-amerikanische Darstellung der Geschehnisse.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Am 3. April 2026 wurde ein US-amerikanischer F-15E Strike Eagle über iranischem Gebiet abgeschossen. Beide Besatzungsmitglieder, der Pilot und der sogenannte Weapon Systems Officer (WSO), konnten sich per Schleudersitz retten. Da sie diesen unabhängig voneinander ausgelöst haben sollen und mit hoher Geschwindigkeit flogen, landeten sie kilometerweit voneinander entfernt.
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Iran: Kampfjet von iranischen Kräften getroffen
Der Pilot wurde noch am Freitag – dem Tag des Abschusses – gerettet. Dabei soll ein Verband aus zehn Kampfflugzeugen (A-10C Thunderbolt II), Tankerflugzeugen und Hubschraubern in das iranische Gebiet, in dem der Pilot sich befand, eingedrungen sein. Während die Kampfflugzeuge attackiert haben sollen, wurde der Pilot von der heranrückenden zweiten Reihe gerettet. Das gab das Weiße Haus bekannt.
Einer der A-10s soll bei dem Angriff von iranischen Kräften getroffen worden sein. Der Pilot konnte sich aber laut US-Regierung noch aus dem iranischen Luftraum heraussteuern und rettete sich per Schleudersitz über verbündetem Territorium. Der eigentliche Bergungshubschrauber soll beim Abflug mit dem Piloten an Bord massiv beschossen und mehrfach getroffen worden sein, die Besatzung sei jedoch weitgehend unverletzt geblieben.
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CIA half bei Ortung des abgestürzten Soldaten
Der zweite Soldat landete mehrere Meilen vom Piloten entfernt und befand sich in einer deutlich gefährlicheren Lage. Er sei schwer verletzt worden, versorgte seine Wunden selbst und kletterte in bergiges Gelände, erklärte US-Präsident Trump bei einer Pressekonferenz. Seinen Standort soll er mit Hilfe eines verschlüsselten Satelliten-Funksystems übermittelt haben. Iranische Sicherheitskräfte, darunter IRGC, Basij-Milizen und Zivilisten, hätten intensiv nach ihm gesucht, heißt es. Teheran setzte sogar ein hohes Kopfgeld aus.
Entscheidend für die Ortung des Soldaten soll laut US-Regierung die CIA gewesen sein. Über die technischen Details hüllt sich der Geheimdienst in Schweigen. Trump sagte allerdings, die CIA-Überwachung habe aus 40 Meilen Entfernung eine Bewegung an einem Berghang registriert. Die Stelle sei mehr als 45 Minuten lang beobachtet worden, bevor klar wurde, dass es sich um den Soldaten handelte. Ob Trumps Schilderungen zutreffen, lässt sich nicht unabhängig überprüfen.
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Iran mit massiver Operation abgelenkt
Nach der Ortung begann die Bergung. Dafür sollen die US-Streitkräfte ein massives Ablenkungsmanöver gestartet haben. So sollen den Iranern Rettungsmissionen an sieben verschiedenen Standorten vorgegaukelt worden sein. Zudem seien über verschiedene Kanäle Falschinformation über eine vermeintliche Bodenrettung geleakt worden. Demnach sollte der Soldat erst mittels Bodeneinsatzkräften und schließlich per Boot außer Landes gebracht werden. Tatsächlich aber bombardierte das Militär Straßen rund um den Bergungsort mit Präzisionsmunition, um herannahende iranische Kräfte aufzuhalten.
Two days in Iran: the small device that helped US forces locate and rescue a downed F-15E navigator
— Ynet Global (@ynetnews) April 5, 2026
US navigator hid for 48 hours in hostile territory, sending encrypted signals through a satellite-linked survival...https://t.co/ZMr71NV1nS pic.twitter.com/7992QZofF5
Für die eigentliche Bergung am Ostersonntag – rund 50 Stunden nach dem Abschuss – wurden nach Angaben Trumps mehr als 150 Flugzeuge eingesetzt, darunter Bomber, Kampfjets, Tankflugzeuge und Rettungsflugzeuge. Auf einem improvisierten Landeplatz auf einem Bauernhof tief im Iran seien zwei MC-130J Commando II-Transportflugzeuge mit MH-6 Little Bird-Hubschraubern an Bord gelandet. Die Evakuierung des geretteten Soldaten sollen jedoch kleinere, wendigere STOL-Flugzeuge des Typs CASA C-295W übernommen haben. Nachdem man den Soldaten geborgen hatte, konnten mehrere Transportflugzeuge nicht mehr abheben. Sie mussten laut US-Regierung zurückgelassen und anschließend gesprengt werden.









