Der frühere Bewerber um die US-Präsidentschaft Eric Swalwell will nach Vorwürfen sexueller Übergriffe seinen Sitz im Kongress aufgeben. Zwar werde er sich gegen falsche Anschuldigungen wehren, teilte er auf der Plattform X mit. „Ich muss jedoch die Verantwortung für die Fehler übernehmen, die ich tatsächlich begangen habe.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Jemanden ohne ordnungsgemäßes Verfahren und nur wenige Tage nach Erhebung einer Anschuldigung aus dem Kongress auszuschließen, ist falsch“, heißt es in der Stellungnahme. „Es ist aber auch falsch, dass meine Wähler mich von meinen Pflichten ablenken. Daher beabsichtige ich, mein Mandat im Kongress niederzulegen.“

Deshalb plane er, seinen Sitz im Kongress abzugeben. Zuvor gab er bereits bekannt, aus dem Rennen um den Gouverneursposten in Kalifornien auszusteigen. Auf Details zu den Anschuldigungen ging Swalwell nicht ein.

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Eric Swalwell: Mehrere Frauen erheben Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs

Zuvor waren zwei Medienberichte mit schweren Anschuldigungen von Frauen veröffentlicht worden. Wie der „San Francisco Chronicle“ sowie „CNN“ berichteten, warf eine ungenannte frühere Mitarbeiterin Swalwell vor, sie 2024 sexuell missbraucht zu haben, als sie zu betrunken war, um ihre Zustimmung zu geben.

„Ich habe ihn von mir gestoßen und Nein gesagt“, zitiert „CNN“ die Frau, die damals als Mitarbeiterin eine Beziehung mit Swalwell hatte.„Er hat nicht aufgehört.“ Demnach sei es bereits das zweite Mal gewesen, dass Swalwell sie gegen ihren Willen sexuell berührt habe. Bei einem anderen Vorfall im Jahr 2019 sei sie nach einer „durchzechten Nacht“ nackt und ohne Erinnerung neben dem Demokraten in einem Hotelzimmer aufgewacht.

Insgesamt vier Frauen beschuldigten Swalwell zudem im Sender CNN wegen sexuellen Fehlverhaltens – eine Frau sprach von Vergewaltigung.

News aus den USA

Swalwell war Bewerber bei Gouverneurswahl in Kalifornien

Wie die „New York Times“ berichtete, ermittelt mittlerweile die Staatsanwaltschaft von Manhattan gegen Swalwell. Zudem hätten ihn mehrere Demokraten zum Rückzug aufgefordert.

Der 45-jährige Swalwell ist unter den US-Demokraten eine feste Größe. Bereits 2019 warf er seinen Hut für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei in den Ring, stieg jedoch frühzeitig aus dem Rennen aus. Bei der Wahl zum Gouverneur in Kalifornien, aus der er sich nun zurückzog, gehörte er zu den aussichtsreichen Kandidaten.

os/dpa