Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein, hat antisemitische Äußerungen im Kulturbereich kritisiert. „Ich sehe es mit großer Sorge, dass im Kunst- und Kulturbereich Künstlerinnen und Künstler die Bühne nutzen, um vor großem Publikum antiisraelischen Hass und Hetze zu verbreiten“, sagte Klein dieser Redaktion. Er erinnerte an einen Rapper, der im vergangenen Sommer „bei einem Festival in Südengland die Menge mit anti-israelischen Parolen anheizte, etwa ,Death, death to the IDF‘, bezogen auf die israelischen Streitkräfte“. Der Auftritt habe für einen Eklat gesorgt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Im konkreten Fall gilt seine Besorgnis dem geplanten Auftritt der palästinensischstämmigen DJ Sama‘ Abdulhadi beim Habitat-Festival im Juli in Hamburg. Sie ordne in den sozialen Medien „das Massaker vom 7. Oktober 2023 als legitimen ,palästinensischen Widerstand‘ (unter dem Kampfbegriff der Hamas, ,Toufan Al Aqsa‘) ein.“ Die Künstlerin vermittele „ein hochgradig polarisierendes, antisemitisches Weltbild“.

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Es werde die Chance vertan, „ein deutliches Zeichen gegen Hass und Hetze zu setzen“

Klein lobte „die Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus“, wie sich Australien gezeigt habe. Sama‘ Abdulhadi sei wegen ihrer Haltung breite Kritik entgegengeschlagen, „ihr wurde letztlich kein Visum ausgestellt, sodass sie verschiedene Auftritte nicht antreten konnte“. Auch dem Rapper Kanye West, der mit antisemitischen Aussagen aufgefallen war, wurde die Einreise nach Großbritannien verweigert. Eine solche Wehrhaftigkeit wünsche er sich auch aus Hamburg, doch die scheine „bei den Veranstaltern des Habitat-Festivals nicht vorhanden zu sein“. So werde die Möglichkeit vertan, „ein deutliches Zeichen gegen Hass und Hetze zu setzen“. gau/gb