Die Geschichte klingt wie aus einem Polit-Thriller. Fast ein Dutzend Wissenschaftler, Ingenieure und frühere Mitarbeiter sensibler US-Einrichtungen verschwindet oder stirbt. Einer von ihnen ist der Ex-Luftwaffengeneral William Neil McCasland, dessen Name seit Jahren in der Szene kursiert, die sich für „UAPs“ interessiert, für „Unidentifizierte Anomale Phänomene”; früher Ufos genannt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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In den sozialen Medien wurde daraus rasch eine wilde Erzählung, da militärische, nukleare und luft- und raumfahrtbezogene Forschungsinitiativen betroffen sind, darunter die Nasa und das Los Alamos National Laboratory, eine Forschungseinrichtung des Energieministeriums in New Mexico. Für viele der Betroffenen wurde keine Todesursache bekannt gegeben. Etliche haben an geheimen Projekten gearbeitet und verfügten über Sicherheitsfreigaben auf höchster Ebene. Seit sich seriöse Mainstream-Medien mit der Sache beschäftigen, ist das Weiße Haus alarmiert, obwohl Kritiker behaupten, dass „hier Einzelschicksale mit Macht verknüpft werden sollen“.

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Präsident Donald Trump bezeichnet die Situation als „ziemlich ernste Angelegenheit“. Einige der Betroffenen seien „sehr wichtige Leute“ gewesen. Der Kongress drängt auf Aufklärung. Der Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner James Comer, erklärte, dass das Ausmaß der Todesfälle und das Verschwinden eine „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ darstellen könnten. „Es scheint tatsächlich sehr wahrscheinlich, dass hier etwas Unheimliches vor sich geht“, sagte Comer.

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Ex-Luftwaffengeneral McCasland weiterhin spurlos verschwunden

Der Fall, der alles zusammenzieht, ist der pensionierte Luftwaffengeneral William Neil McCasland. Er wird seit Ende Februar in New Mexico vermisst. Er war Kommandeur des Air Force Research Laboratory. McCaslands Frau sagte, ihr Mann habe ihr Haus in Albuquerque zu Fuß mit einer Handfeuerwaffe verlassen. Während seiner Zeit beim Militär beaufsichtigte McCasland geheime Weltraumwaffenprogramme und leitete die Forschung auf der Wright-Patterson Air Force Base, von der gemunkelt wird, dass sie außerirdische Trümmerteile eines Ufo-Absturzes in Roswell, New Mexico, aus den 1940er-Jahren beherberge. Das FBI hilft bei den Ermittlungen, führt den Fall aber bisher nicht als Teil einer größeren Mordermittlung.

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Monica Reza, die als Direktorin für Materialverarbeitung am Jet Propulsion Laboratory der Nasa tätig war, verschwand im Juni 2025. Wie McCasland hatte die 60-Jährige Verbindungen zur Wright-Patterson Air Force Base. Die Luft- und Raumfahrtingenieurin war eine ehemalige Kollegin von McCasland und wurde zuletzt beim Wandern im Wald von Los Angeles mit einer Begleiterin gesehen. Rettungskräfte suchten tagelang, doch ihre Leiche wurde nie gefunden.

William N. McCasland verschwand spurlos: Der General beaufsichtigte in der Vergangenheit geheime Weltraumwaffenprogramme.
William N. McCasland verschwand spurlos: Der General beaufsichtigte in der Vergangenheit geheime Weltraumwaffenprogramme. © United States | U.S. Air Force

Auch Hausmeister mit Sicherheitsfreigabe verschwindet spurlos

Wie McCasland wurde auch Steven Garcia, 48, zuletzt auf Überwachungsaufnahmen gesehen, als er sein Haus in Albuquerque zu Fuß verließ und nur eine Handfeuerwaffe bei sich trug. Garcia war Hausmeister am Kansas City National Security Campus, der nicht nukleare Komponenten für Atomwaffen herstellt. Er verfügte über eine hohe Sicherheitsfreigabe.

Anthony Chavez, der 2025 im Alter von 78 Jahren verschwand, arbeitete jahrzehntelang am Los Alamos National Laboratory, bevor er 2017 in den Ruhestand ging. Er wurde zuletzt gesehen, als er sein Haus zu Fuß verließ, und hinterließ laut Behördenangaben seine Brieftasche, Schlüssel und andere persönliche Gegenstände.

Melissa Casias, 53, arbeitete ebenfalls am Los Alamos National Laboratory, bevor sie 2025 auf mysteriöse Weise verschwand. Ihr Auto und ihre persönlichen Gegenstände wurden in ihrer Wohnung zurückgelassen, ihr Diensthandy war auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.

Michael David Hicks, ein Wissenschaftler am Jet Propulsion Laboratory der Nasa, starb bereits 2023 im Alter von 59 Jahren, ohne dass eine Todesursache öffentlich bekannt gegeben wurde. Der angesehene Physiker trug zur Erforschung der Frage bei, ob Asteroiden abgelenkt werden könnten.

2024 starb der Wissenschaftler Frank Maiwald vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa – Todesursache unbekannt. Der 61-Jährige entwarf wichtige Instrumente für Weltraummissionen.

Der Astrophysiker Carl Grillmair, 67, wurde Anfang 2026 in seinem Haus erschossen. Er forschte mithilfe des Spitzer-Weltraumteleskops zu dunkler Materie und galaktischen Strukturen.

News aus den USA

Die zuständige Nuklearbehörde „prüft die Angelegenheit“

Der Physiker Nuno Loureiro (47) vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) wurde 2025 in seinem Haus von Claudio Manuel Neves Valente erschossen. Loureiro war ein weltweit anerkannter Experte für Kernfusion und magnetische Rekonnexion.

Amy Eskridge, 34, starb 2022 in einem Fall, der als Selbstmord gemeldet wurde. Sie betrieb umfangreiche Forschungen zur Antigravitationstechnologie sowie zu Themen rund um Ufos und außerirdisches Leben.

Die zuständige Nuklearbehörde NNSA erklärte gegenüber CBS, sie sei sich der Berichte bewusst und „prüfe die Angelegenheit“. Ein früherer DOE-Mitarbeiter nannte das Muster „augenbrauenhebend“, fügte aber hinzu: „Menschen sterben eben. Schlaganfälle, Herzkrankheiten, Suizid, Raubüberfall – das passiert.“ Joseph Rodgers vom Center for Strategic and International Studies sagt: „Wenn alle Wissenschaftler an einem Projekt oder Waffensystem gearbeitet hätten, wäre ich misstrauischer.“ Genau das ist bisher nicht der Fall. Die Betroffenen stammen aus unterschiedlichen Institutionen, Jahren, Funktionen und Lebenslagen.