Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus wirken sich auf die Ölversorgung der Welt und damit auch auf die Energiepreise aus. Das bekommen auch schon die Deutschen zu spüren, denn Deutschland bezieht 98 Prozent seines Rohöls aus dem Ausland.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Tatsächlich stammt aber nur ein begrenzter Anteil aus dem Nahen Osten. Im vergangenen Jahr entfielen 6,1 Prozent der Importe auf Länder wie Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Israel. Andere Staaten des Nahen Ostens wie Oman, Katar, Kuwait oder Iran lieferten 2025 kein Rohöl nach Deutschland, heißt es beim Statistischen Bundesamt.
Aktuelle Nachrichten zum Krieg in Nahost
Deutschlands wichtigste Öl-Lieferanten im Überblick
- Norwegen (16,5 Prozent)
- USA (16,4 Prozent)
- Libyen (13,8 Prozent)
- Kasachstan (13,6 Prozent)
- Vereinigtes Königreich (11,5 Prozent)
Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand 2025
Norwegen löst Russland als wichtigsten Lieferanten ab
Der größte Öl-Lieferant Deutschlands ist derzeit Norwegen. Auf das Land entfielen 2025 rund 16,5 Prozent der gesamten Rohöl-Einfuhren. Norwegisches Öl erreicht Deutschland vor allem per Pipeline und über das Meer. Hinter Norwegen folgen weitere wichtige Partner außerhalb des Nahen Ostens, darunter die USA, Libyen, Kasachstan und auch das Vereinigte Königreich. Deutschland hat damit fünf Hauptlieferanten.
Vor dem Ukraine-Krieg kam ein erheblicher Teil des Rohöls aus Russland – 2020 war es fast ein Drittel. Seit 2023 bezieht Deutschland kein russisches Öl mehr. In der Folge hat Deutschland seine Öl-Quellen diversifiziert und neue Lieferanten erschlossen.







