Die USA und die Philippinen halten derzeit ihre bislang größte gemeinsame Militärübung ab. Zeitgleich soll China seinen Flugzeugträger Liaoning in Gewässer nahe der philippinischen Hauptinsel Luzon verlegt haben. Darüber berichten mehrere lokale Medien und die Nachrichtenagentur Reuters.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der Trägerverband bewege sich in unmittelbarer Nähe zum Manöver „Balikatan 2026“. An der Übung beteiligen sich nach Angaben der Streitkräfte mehr als 17.000 Soldaten aus den USA, den Philippinen, Australien, Japan und weiteren Partnerstaaten. Es handelt sich um die größte Ausgabe der Übung seit Beginn des Verteidigungsbündnisses zwischen Washington und Manila vor 75 Jahren.
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24 Shenyang J-15-Kampfjets befinden sich auf Flugzeugträger
Die Liaoning sei der erste einsatzfähige Flugzeugträger Chinas und gelte als Symbol für den militärischen Ausbau des Landes auf See. Das Schiff sei ursprünglich als unvollendeter sowjetischer Träger gebaut, später von China übernommen und modernisiert worden. Seit 2012 sei es im Dienst, zunächst als Ausbildungsplattform, inzwischen als fester Bestandteil eines einsatzfähigen Trägerverbands.
An Bord befinden sich nach Berichten lokaler Medien 24 Kampfflugzeuge vom Typ Shenyang J-15. Der Mehrzweckjet soll auf der russischen Su-33 basieren, sei aber mit chinesischer Technik weiterentwickelt und neu bewaffnet worden.
Bereits Zwischenfall mit Japan: J-15-Kampfjets zielen auf japanische Militärflugzeuge
Die J-15 standen bereits Ende vergangenen Jahres im Fokus eines Zwischenfalls mit Japan. Damals hatten chinesische Maschinen japanische J-15-Kampfjets in internationalen Gewässern zwischen Okinawa und Minamidaitōjima mit ihrem Radar erfasst. Peking erklärte damals, die japanischen Jets hätten versucht, das chinesische Manöver zu stören. Tokio sprach hingegen von einem gefährlichen Verhalten der chinesischen Luftwaffe.
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Mit der Liaoning, der Shandong und der Fujian verfügt China inzwischen über drei Flugzeugträger. Die Fujian gilt dabei als modernstes Schiff der Flotte und ist mit einem elektromagnetischen Startsystem ausgestattet, das schwer bewaffnete Flugzeuge effizienter starten lassen soll.
Die Verlegung der Liaoning dürfte in der Region aufmerksam beobachtet werden. Vor dem Hintergrund der Spannungen im Südchinesischen Meer und des Konflikts um Taiwan gilt jede größere chinesische Militärbewegung in der Region als geopolitisches Signal.
Mit dpa






