Landwirtschaftsminister Alois Rainer will Biokraftstoffe billiger machen. Er halte es für sinnvoll, „Biokraftstoffe komplett von der Steuer zu befreien“, sagte der CSU-Politiker dieser Redaktion. Dies würde den Einsatz attraktiver machen und gleichzeitig die Produktion in Deutschland ankurbeln. „Dabei geht es nicht nur um klassischen Biodiesel, sondern auch um Biomethan aus Biogasanlagen.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Rainer rief dazu auf, Biokraftstoffe im eigenen Land zu produzieren. „Das hilft dem Klima und macht uns unabhängiger von fossilen Importen. In diesen unsicheren Zeiten gilt: Versorgungssicherheit entsteht nicht am Weltmarkt, sondern vor der eigenen Haustür“, sagte er.
Rainer: Landwirtschaftsminister hält künftig auch Elektromobilität für wichtig
Elektromobilität wird nach Darstellung des Ministers künftig auch für Fahrzeuge in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle spielen, zum Beispiel für kleinere Hoftraktoren. „Größere, schwerere Maschinen werden aber auch in Zukunft auf Verbrennungsmotoren angewiesen sein, also eben Diesel oder Gas brauchen“, betonte Rainer. „Hier müssen wir stärker auf Biokraftstoffe setzen.“ Ein Weg führe über steuerliche Entlastungen. Bei der Agrardieselrückerstattung werden seit diesem Jahr auch Biokraftstoffe einbezogen.
Rainer stellte sich gegen Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die Förderung für kleine Biogasanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu stoppen. „Kleine Biogasanlagen sind ein wichtiger Pfeiler der Energieversorgung – gerade im ländlichen Raum“, sagte er. „Es wäre falsch, dieses Potenzial zu schwächen.“ Gerade in der aktuellen Lage sei mehr regionale Energieerzeugung erforderlich. „Deshalb setze ich mich dafür ein, dass kleine Biogasanlagen im weiteren Verfahren eine starke Rolle behalten.“ Mit Reiche stehe er dazu, so Rainer, „im Austausch“.




