„Kennen Sie Kasupke?“, hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) am Donnerstag im Bundestag gefragt. „Kasupke ist der bekannteste Taxifahrer Berlins.“ Kasupke rege sich auf über seine Stadt, er sei ein „Ausbund an Direktheit“ und sage jeden Tag die Dinge, wie sie seien, berichtete Weimer über den beliebten Kolumnisten der „Berliner Morgenpost“, die zur FUNKE Mediengruppe gehört.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der Staatsminister nahm den Kolumnisten und die hinter diesem Namen stehenden Redakteure als Beispiel für funktionierenden Lokaljournalismus: nah an den Lesern, nah an den Sorgen und Gefühlen der Bürgerinnen und Bürger.
Digitalabgabe: Grüne und Linke rufen Regierung zum Handeln auf
Lokaljournalisten liebten ihre Städte, sie berichteten über Affären im Rathaus, über Korruption lokaler Unternehmen oder über das Engagement von Feuerwehr und Kirchen vor Ort. „Lokaljournalismus, das ist das Immunsystem einer Region“, fügte Weimer in der Bundestagsdebatte „Lokalmedien als unverzichtbarer Baustein unserer Demokratie“ hinzu.
Diese vielfältige deutsche Medienlandschaft sei aber bedroht durch die wachsende Macht der großen Digitalplattformen, die Werbeerlöse und Reichweite vereinnahmten. Zudem setzten die US-Konzerne mit ihrem Geschäftsmodell auf „Echokammern“, in denen kontroverse Meinungen verstärkt würden, und schadeten so der Demokratie.
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Weimer forderte einen „fairen Wettbewerb“ und sprach sich dafür aus, die Digitalkonzerne stärker zu regulieren. Die SPD unterstützte diesen Kurs. Grüne und Linke forderten Weimer auf, eine von ihm angekündigte Digitalabgabe zum Zweck der Medienförderung endlich einzuführen. Die AfD widersprach der Kritik des Staatsministers an der beschriebenen Entwicklung und lehnte eine Abgabe für Digitalkonzerne ab.






