Der CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann befürchtet wohl einen großen Mitgliederverlust in seiner Partei. Darüber soll der Politiker selbst in einer Sitzung des CDU-Präsidiums berichtet haben. Darin sitzt mitunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz. Die „Bild“-Zeitung berichtete exklusiv über Linnemanns Äußerungen und bezieht sich auf hochrangige Parteikreise.

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Bis zum Ende der Regierungszeit 2029 könne die CDU 50.000 Mitglieder verlieren, soll der Generalsekretär laut der „Bild“-Zeitung hochgerechnet haben. Der 48-Jährige selbst wollte diese Aussage in einer Bild-Anfrage nicht kommentieren. Aus CDU-Parteikreisen will die Zeitung erfahren haben, dass diese Hochrechnung als ein „Worst Case“-Szenario verstanden werden soll. Es sei eine Hochrechnung, die nur einen kurzfristigen Trend widerspiegele.

Auch interessant

CDU verliert Mitglieder: Hohe Austrittszahlen wohl auch durch Überalterung

Wie die „Bild“ berichtet, werde in der CDU aber eingestanden, dass diese Entwicklung mit der unbeliebten Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz zusammenhängt. 2024 verzeichnete die CDU noch mehr als 20.000 Eintritte und überholte die SPD als mitgliederstärkste Partei. Dies wurde damals auch auf Merz zurückgeführt, der damals die Ampel-Regierung als Oppositionschef unter Druck setzte. Jetzt die Wende.

CSU & CDU – Spannende Artikel über die Union

Aus Parteikreisen heißt es, so berichtet die „Bild“, dass der aktuelle Schwund von Mitgliedern auch darauf zurückzuführen ist, dass Mitglieder sterben. Die Basis der CDU sei sehr alt. Ziel sei es laut den Äußerungen aus Parteikreisen daher vor allem, dass die Zahl der aktiven Eintritte die Zahl der bewussten Austritte überschreitet.

ppe mit AFP