Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist am Montagmorgen überraschend in Kiew eingetroffen. Die Ukraine-Reise wurde aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich angekündigt. Ziel der Reise ist der Ausbau der Rüstungskooperation.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Im Fokus steht die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Systeme in allen Reichweiten, gerade auch im Bereich Deep Strike. So stärken wir die Sicherheit unserer Länder“, sagte Pistorius zu Beginn seiner Auslandsreise der Deutschen Presseagentur (dpa). Als Deep Strike wird die Fähigkeit bezeichnet, wichtige Angriffsziele weit im Hinterland eines gegnerischen Landes zu zerstören.

Ukraine-Besuch: Boris Pistorius überraschend in Kiew eingetroffen

Die europäischen Nato-Partner haben im Bereich der weitreichenden Waffen noch sogenannte Fähigkeitslücken. Pistorius hält es für nötig, dass diese schnellstmöglich von den Nato-Staaten geschlossen werden.

Er sagte, die Bundesregierung strebe weitere deutsch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen an. „Dabei profitieren wir von den Erfahrungen der Ukrainer auf dem Gefechtsfeld. Außerdem planen wir, über die Plattform ‚Brave One‘ Entwickler, die vielversprechende Innovationen vorweisen können, zu fördern“, sagte Pistorius.

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg

Pistorius hatte Ende April nach Beratungen in Berlin angekündigt, die Rüstungszusammenarbeit mit der Ukraine auszubauen, um von den Erfahrungen des im Abwehrkrieg gegen Russland befindlichen Landes zu profitieren. Die Ukraine habe „notgedrungen“ eine „unglaubliche Innovationsfähigkeit“ entwickelt, sagte damals Pistorius nach einer Gesprächsrunde, an der neben deutschen und ukrainischen Regierungsmitgliedern auch Vertreter der deutschen Wirtschaft und des Finanzsektors teilnahmen. 

Deutschland hat demnach großes Interesse an ukrainischen Rüstungsgütern wie Abfangdrohnen und Präzisionsraketen mit größerer Reichweite.

ppe/afp