An diesem Samstag will Wolfgang Kubicki zum Retter werden. Der FDP-Politiker tritt als einziger Kandidat für den Vorsitz seiner am Boden liegenden Partei an. Ein schlechtes Ergebnis ist nicht zu erwarten, denn allen in der FDP ist klar, dass nach der verlorenen Bundestagswahl und den genauso erfolglosen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz jemand die Partei in eine neue Richtung bringen muss.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Kubicki ist bekannt, genießt Respekt im Politikbetrieb und erscheint vielen deshalb als geeigneter Kandidat. Er gilt aber auch als Querulant und als jemand, der mit einem schnell gesagten Spruch auch gerne mal aneckt und Empörung auslöst. Ein Auszug seiner Zitate:
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„Du Eierarsch, dir werde ich das zeigen!“
Kubicki bezog sich auf Kanzler und Friedrich Merz (CDU), der zuvor gesagt hatte, die FDP sei tot. Podcast „Meine schwerste Entscheidung“, Funke Mediengruppe am 23. April 2026.
„Ich flirte für mein Leben gern, künftig aber sicher nicht mehr mit Kolleginnen von Ihnen. Denn ich möchte vermeiden, dass eine Journalistin, die ich anflirte, dies später als sexuellen Übergriff versteht und anprangert.“

Der damals bekennende Macho Kubicki über eine Berichterstattung des „Stern“ zum ehemaligen FDP-Parteichef Rainer Brüderle, der schließlich in einer Debatte über sexuelle Übergriffe gegenüber einer Journalistin seinen Job verlor. „Bild“-Zeitung, 27. Januar 2013.
„Ich würde in Berlin zum Trinker werden, vielleicht auch zum Hurenbock. Ich bin inzwischen zum dritten Mal verheiratet, und ich will auf keinen Fall auch diese Ehe ruinieren.“
Kubicki als damaliger Fraktionschef der FDP im schleswig-holsteinischen Landtag über einen möglichen Wechsel in die Bundespolitik, nachdem die FDP wieder in den Bundestag eingezogen war. „Zeit“, 18. März 2010.
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„Wir werden unsere eigenen Entscheidungen, unsere Anträge in Parlamenten nicht davon abhängig machen, wer zustimmt, weil wir das, was wir wollen, für richtig und gut halten. Die Brandmauer steht auch nicht in der Verfassung.“
Eine Äußerung zum Umgang mit der AfD, die Kubicki zuletzt immer wieder erneuerte. ntv, 28. Mai 2026.

„Putin und Habeck haben eine ähnliche Überzeugung davon, dass der Staat, der Führer, der Auserwählte, besser weiß als die Menschen, was für sie gut ist.“
Der Bundestagsvize und stellvertretende FDP-Chef Kubicki über den damaligen Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Kubicki entschuldigte sich kurze Zeit später öffentlich bei Habeck.Talksendung „Veto“ auf der Plattform Massengeschmack-TV, 21. März 2023.









