Das britische Verteidigungsministerium überprüft laut einem Bericht der „Financial Times“ ihren ethischen Grundsatz, dass tödliche Waffensysteme die Auswahl ihrer Ziele stets durch einen Menschen bestätigt bekommen müssen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Angesichts der rasanten Fortschritte in der Drohnenkriegsführung drängen einige Offizielle der Zeitung zufolge darauf, die menschliche Beteiligung optional zu gestalten. Der Parlamentarische Staatssekretär für die Streitkräfte, Al Carns, deutete demnach an, dass es Ausnahmefälle geben könnte, in denen Maschinen selbstständig Zielentscheidungen treffen.

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„Ich sage immer, dass ein Mensch in den Entscheidungsprozess eingebunden sein muss. Man muss aber die Möglichkeit haben, den Menschen bei Bedarf aus diesem Prozess zu entfernen, denn unseren Gegnern ist es egal, ob ein Mensch involviert ist“, sagte Carns der „Financial Times“.

Carns ist nicht der Einzige im britischen Militär, der die Debatte um den Einsatz von autonomen Waffensystemen neu entfachen will. Bereits im Dezember warnte ein hochrangiger britischer Militärvertreter, dass Gegner in jedem Konflikt wahrscheinlich autonome Waffensysteme einsetzen würden, und fügte hinzu: „Maschinen jagen bereits Menschen auf dem Schlachtfeld in der Ukraine.“

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Wie die „Financial Times“ weiter berichtet, seien die Bedenken von westlichen Beamten hinsichtlich des Einsatzes autonomer Systeme durch einen Vorfall jüngst noch gewachsen: Am 7. Mai griffen zwei ukrainische Drohnen versehentlich eine lettische Ölanlage an. Die ukrainische Regierung machte russische elektronische Störungen dafür verantwortlich. Eine von lettischen Militärs diskutierte Theorie besagte laut der Zeitung, dass die Drohnen, die ursprünglich auf eine russische Ölanlage gerichtet waren, versehentlich autonom die lettische Anlage anvisierten, möglicherweise aufgrund russischer Störsender.

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