Viele Neurentnerinnen und Neurentner in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt nehmen Abschläge in Kauf. Insgesamt entschieden sich im Vorjahr 36 Prozent für eine sogenannte Rente für langjährige Versicherte, etwa ein Prozentpunkt mehr als 2024, wie die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland mitteilte.
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Die Rente für langjährige Versicherte kann nach einer Versicherungszeit von mindestens 35 Jahren in Anspruch genommen werden. Allerdings müssen Versicherte je nach Geburtsjahrgang unterschiedlich hohe Abschläge in Kauf nehmen. Nach 45 Versicherungsjahren ist es möglich, abschlagsfrei in den Ruhestand zu gehen.
Durchschnittliche Altersrente 2025 liegt bei 1.272 Euro monatlich
Im Jahr 2025 betrug die durchschnittliche Altersrente 1.272 Euro monatlich. Frauen und Männer, die sich für die Rente für langjährige Versicherte entschieden, bekamen durchschnittlich 1.260 Euro im Monat und damit rund 12 Euro weniger.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die Zahl der Menschen, die in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bis zur Regelaltersgrenze im Beruf bleiben, lag im Vorjahr bei 24.711 und sank damit im Vergleich zum Jahr 2024 um 2,86 Prozent.
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Als wesentlicher Grund dafür wird die schrittweise Anhebung der regulären Altersgrenze genannt. Während die Altersgrenze 2024 für den Geburtsjahrgang 1958 noch um einen Monat angehoben wurde, stieg sie 2025 für den dann relevanten Jahrgang 1959 erstmals um zwei Monate auf 66 Jahre und zwei Monate an.
Altersgrenze für Rente steigt weiterhin schrittweise an
Durch diesen zusätzlichen Monat erreichen statistisch gesehen weniger Personen im Kalenderjahr die Altersgrenze. Die Altersgrenze, ab der die Regelaltersrente genutzt werden kann, steigt seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre. Wer 1964 oder später geboren wurde, muss bis 67 arbeiten.
In Altersrente gingen die Menschen in den drei Bundesländern im Durchschnitt mit 64,21 Jahren. Dieser Wert ist konstant geblieben.
Die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland mit Sitz in Leipzig betreut Versicherte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie zahlt monatlich rund 1,5 Millionen Renten.
Berichten zufolge einigt sich die Rentenkommission auf Reform-Empfehlungen
Unterdessen habe sich die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission nach Pressberichten in der Nacht zum Donnerstag mehrheitlich auf rund 30 Empfehlungen für die Reform der Alterssicherung geeinigt. Die Einigung sei nach mehreren Anläufen mit großer Mehrheit erzielt worden, berichtete das „Handelsblatt“ aus Teilnehmerkreisen. Über die Inhalte der Empfehlungen wurde demnach zunächst nichts bekannt.
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Die schwarz-rote Koalition hat eine umfassende Rentenreform angekündigt, um das System angesichts des demografischen Wandels langfristig zu stabilisieren. Am kommenden Dienstag sollten nach bisherigen Angaben die Empfehlungen der Kommission an die Regierung übergeben werden.
dpa/afp/red






