Es gibt eine einfache Regel, die für alle gilt – für Paare, Betriebe, Fußballmannschaften und auch für den Kanzler. Die Regel ist simpel, hilft aber immens. Sie lautet: Kommunikation ist nicht alles – aber ohne gute Kommunikation ist alles nichts. Es ist der zentrale Grund, warum Friedrich Merz so unbeliebt ist wie kaum ein anderer Bundeskanzler. Und warum sich daran trotz Mammut-Reformen, trotz außenpolitischer Erfolge, trotz U-Boot-Deals und regelmäßiger Trump-Telefonate nichts ändert.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Klar, es gibt Leute, die diese Regel noch schlechter beherrschen: Berlins Regierender Bürgermeister musste gerade seinen Rückzug von der Spitzenkandidatur erklären, weil er in der Stromausfall-Krise das Kommunizieren erst dramatisch vernachlässigte und sich dann später in einem Gespinst aus Unwahrheiten verstrickte.

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Sommer, Sonne, Stimmungswende?
Rambo Zambo – Der Merz-Podcast
 

Merz hat jetzt noch ein anderes Problem

Merz kennt und benennt sein Kommunikationsproblem, aber es gelingt bis heute nicht, zuverlässig einen Ton zu treffen, der die Menschen für ihn einnimmt. Wichtiger noch: Weder der Kanzler noch sein Team sind in der Lage abzuschätzen, welche Wirkung sich aus Details entfaltet. 34 Reformpunkte beschließt die Koalition – und das Einzige, was hängen bleibt, ist die Krankschreibung ab dem ersten Tag. So was muss man vorhersehen.

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Julia Emmrich ist Vize-Politikchefin der FUNKE Zentralredaktion.© FMG | Anja Bleyl

Jetzt, zu Beginn der Sommerpause, hat Merz noch ein anderes Problem: Das Bild des sozial kalten und oberlehrerhaften Kanzlers ist so verfestigt, dass es sich immer schwerer korrigieren lässt. Die Folge: Die CDU-Wahlkämpfer im Osten zweifeln, ob sie diesen Kanzler im Wahlkampf überhaupt sehen wollen. Das ist bitter. Für die CDU. Aber auch für die Demokratie.