Mit Franziska Hoppermann rückt eine Politikerin in den Mittelpunkt der CDU, die bislang vor allem hinter den Kulissen als Organisatorin und Verwaltungsfachfrau aufgefallen ist. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat auf einer Pressekonferenz die Hamburger Bundestagsabgeordnete als neue Generalsekretärin der CDU bestätigt. Die 44-Jährige folgt damit auf Carsten Linnemann.

Merz bestätigt Hoppermann als CDU-Generalsekretärin

Auf einer Pressekonferenz am Montag, den 27. Juli, im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Bundesgeschäftsstelle, hat Bundeskanzler Friedrich Merz Franziska Hoppermann als Nachfolgerin von Carsten Linnemann als CDU-Generalsekretärin bestätigt. „Sie kennt das Haus, sie kennt die CDU. Mit ihr gewinnt die CDU eine selbstbewusste, eine wertebewusste, eine moderne Generalsekretärin“, erklärt er.

Für das in sie gesetzte Vertrauen bedankt sich Franziska Hoppermann. „Der Vorschlag durch dich, lieber Friedrich, und die Wahl zur Generalsekretärin unserer Partei durch den Bundesvorstand sind für mich eine große Ehre, und ich freue mich wirklich sehr auf diese Aufgabe“, äußert sie sich. Der scheidende CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann betont Hoppermanns breite Expertise und hohe menschliche Integrität.

Auf die Frage, was sie als Generalsekretärin anders machen möchte, mit Verweis auf die schlechten Umfrageergebnisse der Partei, antwortet sie: „In den kommenden Wochen stehen die Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer im Fokus und, Carsten Linnemanns Arbeit am Grundsatzprogramm und der Ausrichtung der Partei bieten eine hervorragende Basis, um daran anzuknüpfen.“

Franziska Hoppermann wird dritte Frau als CDU-Generalsekretärin

Ganz überraschend kommt die Personalie allerdings nicht. Hoppermann war bereits einmal für das Amt der Generalsekretärin im Gespräch. Nach der Bundestagswahl 2021 unterstützte sie den CDU-Vorsitz-Kandidaten Norbert Röttgen. Für den Fall seines Wahlsiegs war sie als Besetzung für die Parteizentrale vorgesehen. Am Ende setzte sich Friedrich Merz durch – nun soll sie unter seiner Führung doch noch eine zentrale Rolle in der CDU übernehmen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Möglich wird der Wechsel durch eine Personalrochade innerhalb der Union nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In ihrer Funktion als Generalsekretärin ist Franziska Hoppermann nach Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer die dritte Frau in dieser Position.

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Hoppermann war CDU-Bundesschatzmeisterin und Enquete-Chefin

Die Hamburgerin gehört der CDU seit ihrer Jugend an und engagierte sich zunächst in der Jungen Union. Die Diplom-Kauffrau arbeitete viele Jahre in der Hamburger Verwaltung, zuletzt als Senatsdirektorin in der Justizbehörde. Seit der Bundestagswahl 2021 sitzt sie für die CDU im Parlament. Innerhalb der Partei machte sie sich vor allem als Finanz- und Organisationsexpertin einen Namen. Sie gehört dem CDU-Bundesvorstand und Präsidium an und übernahm nach der Bundestagswahl 2025 das Amt der CDU-Bundesschatzmeisterin. Außerdem ist sie die Vorsitzende der Enquete-Kommission Corona, die helfen soll, Deutschland besser auf mögliche künftige Pandemien vorzubereiten.

Politisch gilt Hoppermann als verbindende Figur innerhalb der CDU. Sie wird als gut vernetzt und pragmatisch beschrieben und steht für einen eher moderierenden Stil. Gleichzeitig setzt sie andere Akzente als Friedrich Merz: Hoppermann ist Mitglied der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), dem sozialpolitischen Flügel der Partei, und engagiert sich für gesellschaftspolitische Themen.

Hoppermann übernimmt Verantwortung für CDU-Strategie und Wahlkampf

Auf Hoppermann wartet nun eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie übernimmt ein Amt, das Carsten Linnemann seit 2023 geprägt hat. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Erarbeitung des neuen CDU-Grundsatzprogramms und die Vorbereitung des Bundestagswahlkampfs. Als Generalsekretärin einer Regierungspartei muss Hoppermann nun andere Schwerpunkte setzen: Sie muss die Arbeit der Bundesregierung in die Partei vermitteln, Wahlkämpfe organisieren und die Landesverbände zusammenhalten. Zudem gilt der Generalsekretär als enger Vertrauter des Parteivorsitzenden.

Die ersten Bewährungsproben dürften nicht lange auf sich warten lassen. In den kommenden Monaten stehen wichtige Landtagswahlen an, gleichzeitig muss die CDU ihren Kurs als Regierungspartei festigen. Für Hoppermann wird das Amt damit zur bislang größten politischen Herausforderung ihrer Karriere.