Es ist ein historisches Rekordhoch: So weit vorne war die AfD im ZDF-„Politbarometer“ noch nie. In der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen klettert die Partei um einen Prozentpunkt auf 28 Prozent. Während die AfD damit weiter zulegt, verharrt die Union unverändert bei 23 Prozent. Mit einem Abstand von fünf Prozentpunkten verzeichnet die AfD den historisch größten Vorsprung auf die restlichen Parteien, der je in dieser Umfragereihe gemessen wurde.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Wenn am nächsten Sonntag die Bundestagswahl wäre, bliebe die SPD bei 12 Prozent. Grüne und Linke verlören je einen Prozentpunkt und lägen bei 13 beziehungsweise 12 Prozent. Die FDP bekäme unverändert 4 Prozent. Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 8 Prozent (plus 1), darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erreichen würde. Die aktuelle schwarz-rote Koalition hätte damit keine Mehrheit.
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Mehrheit bewertet Merz’ Personalwechsel in der Bundesregierung kritisch
Das Vorgehen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Neubesetzung von Spitzenämtern in der Bundesregierung sieht eine Mehrheit der Wahlberechtigten einer Umfrage zufolge kritisch. 57 Prozent finden, dass Merz seine Sache bei dem Personalwechsel eher schlecht gemacht hat, wie aus dem aktuellen ZDF-„Politbarometer“ hervorgeht. Rund ein Fünftel (21 Prozent) urteilt eher positiv. Auch unter Anhängern von CDU/CSU überwiegt mit 43 Prozent leicht die Kritik (eher gut: 39 Prozent).
Dass die Arbeit der Bundesregierung durch die personellen Veränderungen eher besser wird, glauben nur 17 Prozent der Befragten. 13 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus, die Mehrheit (61 Prozent) erwartet keine großen Auswirkungen. Gleichzeitig sieht eine Mehrheit der Befragten (55 Prozent) eine Neubesetzung einiger Spitzenämter in der Regierung grundsätzlich positiv. 31 Prozent halten eine Neubesetzung für schlecht.
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Unzufriedenheit mit Regierung und Kanzler Merz bleibt hoch
Merz hatte den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) für einen größeren Umbau in Fraktion, Regierung und Partei genutzt. Es dauerte aber elf Tage, bis er mit der Ernennung neuer Minister den größten Teil am Mittwoch abschließen konnte. Vor allem der Austausch von Verkehrsminister Patrick Schnieder befeuerte Unmut in Merz‘ eigener Partei.
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Generell ist der Umfrage zufolge eine Mehrheit mit der Arbeit der Bundesregierung und des Bundeskanzlers unzufrieden. 68 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Regierung ihre Arbeit eher schlecht macht (eher gut: 28 Prozent). 70 Prozent bezeichnen die Leistungen von Kanzler Merz als eher schlecht (eher gut: 26 Prozent).
Für das ZDF-„Politbarometer“ hat die Forschungsgruppe Wahlen vom 28. bis 30. Juli 1.405 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online befragt. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.
pau mit dpa







![Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) im Juni im Bundeskanzleramt. Pressekonferenz [press conference] nach der ?bergabe des Berichts der Altersicherungskommission zur Rentenreform in Berlin](https://img.sparknews.funkemedien.de/413277497/413277497_1790592399_v16_9_1200.jpeg)

