Natalie Harp begann ihren Aufstieg im Umfeld Donald Trumps vor sechs Jahren mit einem bemerkenswerten Satz: „Ohne Sie wäre ich heute nicht am Leben.“ Damals sprach sie öffentlich über ihre Krebserkrankung und dankte Trump für eine Politik, die ihr nach eigener Darstellung den Zugang zu einer Behandlung ermöglicht habe.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Heute gehört Harp zu den engsten Vertrauten des US-Präsidenten. Sie begleitet ihn, arbeitet an seinen Social-Media-Beiträgen und ist im Weißen Haus fast ständig an seiner Seite. Doch nun gerät die Sonderberaterin wegen einer Zahlung in den Blick, deren Höhe selbst in Washington auffällt.
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Donald Trump: Hohe Geldgeschenke für Mitarbeiter im Weißen Haus
Harp ist dabei nicht die einzige Mitarbeiterin aus Trumps Umfeld, die eine solche Zuwendung erhalten haben soll. Wie die „Washington Post“ unter Berufung auf von der US-Regierung veröffentlichte Dokumente berichtet, bekamen Harp, Kommunikationsberaterin Margo Martin und Chamberlain Harris, die an den Abläufen im Oval Office mitwirkt, jeweils 45.000 Dollar. Walt Nauta, ebenfalls ein enger Mitarbeiter Trumps, erhielt demnach 20.000 Dollar.
In den Dokumenten seien die Zahlungen als „Geldgeschenke für den Urlaub“ bezeichnet worden, schreibt die Zeitung. Auffällig ist vor allem ihre Höhe. Harp, Martin und Harris verdienen laut dem jährlichen Finanzbericht des Weißen Hauses jeweils 150.000 Dollar im Jahr, Nauta 175.000 Dollar. Für die drei Frauen entsprach das Geschenk damit fast einem Drittel ihres Jahresgehalts.
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Ob solche Zahlungen zulässig sind, ist allerdings umstritten. Richard Painter, der unter George W. Bush im Weißen Haus für Ethikfragen zuständig war, sagte der Zeitung, Regierungsmitarbeiter dürften ihre staatliche Vergütung nicht durch Zahlungen von außen aufstocken.
Das Weiße Haus weist diesen Vorwurf zurück. Trump pflege seit Langem die Tradition, Menschen aus seinem Umfeld zu Weihnachten zu beschenken, erklärte seine Pressestelle. Die Zuwendungen stünden „in keinerlei Zusammenhang“ mit den offiziellen Aufgaben der Mitarbeiter und seien daher zulässig. Ob auch andere Mitarbeiter ähnlich hohe Geldgeschenke erhielten, blieb unklar.
Natalie Harp: Trumps Vertraute mit ungewöhnlichem Zugang
Bei Harp fällt die Zahlung auch deshalb auf, weil sie im Weißen Haus eine ungewöhnliche Stellung einnimmt. Offiziell arbeitet die frühere Moderatorin des konservativen Senders One America News als Sonderberaterin und Chefassistentin des Präsidenten. Ihre Rolle geht jedoch weit über die einer gewöhnlichen Mitarbeiterin hinaus. Nach Recherchen der „New York Times“ gehört Harp zu den Menschen, die Trump besonders nahe sind.
Sie begleite den Präsidenten nahezu ständig und arbeite an seinen Social-Media-Beiträgen mit, berichtet die Zeitung. Weil Trump Informationen lieber auf Papier lese, folge Harp ihm sogar mit einem tragbaren Drucker. Im Weißen Haus brachte ihr das den Spitznamen „lebendiger Drucker“ ein.
Wie eng das Verhältnis zwischen beiden ist, beschrieben zwei Journalisten der „New York Times“ auch in einem Buch. Trump soll demnach gesagt haben, nur Harp liebe ihn so sehr wie seine Frau und seine Kinder.









