Am 7. Oktober 2023 überfielen Terroristen der Hamas israelische Orte und Armeestützpunkte entlang dem Gazastreifen. Es folgte ein grausames Massaker. 1200 Menschen wurden getötet, darunter etliche Zivilisten, Frauen und Kinder. Rund 250 Geiseln verschleppten die Angreifer. Etliche kamen wieder frei, viele ums Leben. Die israelische Armee reagierte auf den Überfall mit Luftschlägen und einer Bodenoffensive gegen die Hamas im Gazastreifen. Die palästinensische Seite beklagt inzwischen Zehntausende Todesopfer im Gazakrieg. Am Jahrestag der Hamas-Verbrechen haben zahlreiche Politiker und Prominente an den Terroranschlag und seine Folgen erinnert.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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„Der 7. Oktober war ein Genozid an Juden und Israelis“, sagte der israelische Botschafter Ron Prosor anlässlich des dritten Jahrestags am Mittwoch auf dem gut besuchten Bebelplatz im Herzen Berlins. Von dem Überfall sei jeder in Israel direkt betroffen gewesen. „Jeder in Israel kennt jemanden, der verschleppt oder ermordet wurde.“ Der Angriff habe Auswirkungen bis nach Deutschland. In Berlin würden Juden auf der Straße, in der Universität oder der U-Bahn angegriffen. „Wir haben genug Sonntagsreden über tote Juden gehört. Jetzt braucht es Taten – eine Offensive gegen Antisemitismus“, so Prosor.
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Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gedachte der Opfer. „Der 7. Oktober hat tiefe Wunden in unseren Herzen geschaffen. Ich habe die grausamen Bilder des Terrors im Kopf. Und ich spüre, dass der Schmerz für immer bleiben wird“, sagte er. „Deutschland steht fest und unerschütterlich an der Seite Israels.“ Jeder Politiker in Deutschland habe die Verantwortung, dass Antisemitismus bekämpft werde. „Antisemiten dürfen nie wieder an die Macht kommen.“
„Jüdinnen und Juden müssen in unserem Land frei und sicher leben können“, sagte Klöckner zu Beginn einer Bundestagssitzung in Berlin. „Das ist selbstverständlich, sollte selbstverständlich sein.“ Antisemitismus dürfe keinen Platz haben auf den Straßen, ebenso wenig wie in politischen Debatten. „Aber leider, sind wir ehrlich, ist doch die Realität anders, erschreckend anders“, sagte Klöckner.
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„Ob rechtsextrem, linksextrem oder islamistisch begründet, Extremisten wollen, dass wir uns an die Stigmatisierung von Juden gewöhnen. Aber ich bin davon überzeugt, die Mehrheit der Menschen in unserem Land, die tut das nicht. Nur sind wir nicht immer laut und klar genug.“ Antisemiten müssten in die Schranken gewiesen werden.
Die Grünen-Abgeordnete Katrin Göring-Eckardt schrieb auf X: „Das Massaker am 7. Oktober zerstörte die Sicherheit für Menschen in Israel, der Heimstatt jüdischen Lebens auf der Welt.“ Weltweit sei eine neue Welle von Antisemitismus aufgeflammt. Dem müsse man sich entgegenstellen.
Heute trauern wir.
— Katrin Göring-Eckardt (@GoeringEckardt) 7. Oktober 2026
Wir trauern um die vielen Menschen, die am 7. Oktober 2023 von der Hamas getötet, entführt und misshandelt wurden. Das Massaker am 7. Oktober zerstörte die Sicherheit für Menschen in Israel, der Heimstatt jüdischen Lebens auf der Welt.
Was am 7. Oktober vor…
Internationale Reaktionen kritisieren Gegenreaktion Israels
Die Linke veröffentlichte auf Instagram ein Statement im Namen der Fraktions- und Parteivorsitzenden, Heidi Reichinnek, Sören Pellmann, Ines Schwerdtner, und Luigi Pantisano. Darin heißt es: „Der 7. Oktober ist für uns ein Tag der Trauer.“ Der Terrorangriff der Hamas sei ein „ausgedehnter und systematischer Angriff, der sich vor allem gegen die Zivilbevölkerung im Süden Israels richtete“. Man stehe an der Seite derjenigen, die sich unermüdlich für einen gerechten Frieden einsetzen – in Israel, in Palästina und in Deutschland. Die Reaktion Israels bezeichnete die Linke als Völkermord.
Der linksgerichtete New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani verurteilte ebenfalls „die Kriegsverbrechen vom 7. Oktober“. Zeitgleich warf er der israelischen Regierung einen „Genozid im Gazastreifen“ vor. Mamdani kritisierte am Mittwoch unter Verweis auf US-Waffenlieferungen an Israel zudem, dass „unsere Steuergelder diese Kriegsverbrechen finanzieren“. Der 34-Jährige ist seit Januar als erster Muslim Stadtoberhaupt in New York.
This day is profoundly painful for so many New Yorkers. It marks three years since the horrific war crimes of October 7. On that day, Hamas killed more than 1,100 Israelis and abducted 251 others. We grieve alongside our many friends and neighbors who still carry that unthinkable loss.
— Mayor Zohran Kwame Mamdani (@NYCMayor) October 7, 2026
The suffering did not begin nor end that day. It instead continued through the Israeli government’s devastating, ongoing genocide in Gaza, in which it has killed more than 74,000 Palestinians—including more than 21,000 children. Even since the so-called ceasefire, more than 1,400 Palestinians have been killed. That suffering has intensified with every Israeli bomb dropped on ambulances waiting outside hospitals, every drone strike targeting a residential building or journalist, and every shipment of food aid turned away at a border crossing. Many New Yorkers are reckoning with this unbearable grief, and we mourn alongside them – all while knowing that our tax dollars fund these war crimes.
Three years later, we must refuse to accept a world in which occupation and apartheid continue, where war crimes are met with impunity, and our federal government continues its complicity with every arms shipment.
To honor the dead, we must fight for a world in which every person can live with freedom, safety, and dignity.
Mamdani erklärte, der 7. Oktober sei „zutiefst schmerzhaft für so viele New Yorkerinnen und New Yorker“. Einerseits markiere er drei Jahre seit den entsetzlichen Kriegsverbrechen der Hamas gegen Israel mit mehr als 1200 Toten und 251 Verschleppten. Zum anderen setze sich das Leid durch „den verheerenden, andauernden Völkermord“ Israels in Gaza fort, bei dem mehr als 74.000 Palästinenser getötet worden seien.
„Drei Jahre später müssen wir es ablehnen, eine Welt zu akzeptieren, in der Besatzung und Apartheid fortbestehen, in der Kriegsverbrechen ungestraft bleiben und unsere Bundesregierung mit jeder Waffenlieferung ihre Mitschuld fortsetzt“, schloss Mamdani. Ähnliche Worte kamen von Rob Jetten, Ministerpräsident der Niederlande.
Vandaag is het drie jaar geleden dat bijna 1200 onschuldige mensen om het leven kwamen door een afschuwelijke terreurdaad van Hamas. Meer dan 250 anderen werden gegijzeld. Allemaal gewone Israëliërs, die op een festival, in hun eigen huis, op straat of waar dan ook werden…
— Rob Jetten (@MinPres) 7. Oktober 2026
Jetten bezeichnete die Taten der Hamas auf der Plattform X als „einen abscheulichen Terrorakt“. Doch auch er, kritisierte die israelische Reaktion auf die Verbrechen. Die Region sei in eine Spirale aus Konflikt und Elend geraten, die alles destabilisiere. „Zehntausende unschuldige Palästinenser sind seit dem Hamas-Angriff von der israelischen Armee getötet worden. Bis zum heutigen Tag sind die Folgen all des Leids tief spürbar.“
lro mit dpa/AFP







