Bei der Parlamentswahl in Israel wurde die rechtskonservative Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zwar laut Prognosen führender TV-Sender stärkste Kraft im Parlament. Das Netanjahu-Lager, dem mehrere strengreligiöse und rechtsextreme Parteien angehören, verfehlte aber die absolute Mehrheit und kam auf rund 57 von 120 Sitzen im Parlament. Nach der Wahl vor vier Jahren hatte Netanjahu eine Koalition gebildet, die über 64 Sitze verfügte.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Den Prognosen zufolge lag der Block des Ex-Militärchefs Gadi Eisenkot mit ebenfalls rund 51 Sitzen fast gleichauf mit Netanjahus Block. Der Vorsitzende der Mitte-Partei Jaschar beanspruchte den Regierungsauftrag für sich. „Wir haben Geschichte geschrieben“, sagte Eisenkot vor seinen Anhängern. Er bezeichnete die Parlamentswahl als „Volksbefragung über die künftige Führung Israels“. Die Antwort sei eindeutig: „Die Öffentlichkeit hat für eine Veränderung gestimmt.“ Netanjahus Koalition habe „das Vertrauen des Volkes verloren“.
Wir berichten über die Wahl und die aktuelle Lage in Israel im Newsblog.
mit dpa/AFP/epd/KNA





