Parteivorsitz

SPD: Karl Lauterbach zieht sich aus Fraktionsspitze zurück

Berlin.  Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach will nicht noch einmal für das Amt antreten. Aus Glaubwürdigkeitsgründen.

Das soll seine Zukunft sein: Karl Lauterbach verzichtet auf eine erneute Kandidatur als stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, weil er zusammen mit Nina Scheer die SPD anführen möchte.

Das soll seine Zukunft sein: Karl Lauterbach verzichtet auf eine erneute Kandidatur als stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, weil er zusammen mit Nina Scheer die SPD anführen möchte.

Foto: Thomas Lohnes / Getty Images

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Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach verzichtet auf eine erneute Kandidatur für den Posten als Vize, um sich voll auf das Rennen um den Parteivorsitz zu konzentrieren. Dort tritt Lauterbach gemeinsam mit der Umweltpolitikerin Nina Scheer an.

„Es passt nicht zusammen, dass ich in den Regionalkonferenzen für einen GroKo-Ausstieg werbe, weil die große Koalition der SPD schadet, gleichzeitig aber für die Fraktion Gesetze mit Jens Spahn oder Anja Karliczek verhandele“, sagte der Gesundheitsexperte unserer Redaktion. Das sei unglaubwürdig.

Karl Lauterbach will an die SPD-Spitze

Deshalb will Lauterbach bei den Vorstandswahlen am 24. September in der SPD-Bundestagsfraktion nicht mehr antreten. Der Abgeordnete aus Leverkusen vom linken Parteiflügel ist seit 2013 einer der Stellvertreter, zuständig für Gesundheit, Pflege, Wissenschaft und Bildung. Der 56-Jährige hat bereits den kommissarischen Fraktionsvorsitzenden Rolf Mützenich über seinen Schritt informiert.

An diesem Freitagabend findet in Hannover die zweite von 23 Regionalkonferenzen statt, auf denen sich die Bewerber für die SPD-Spitze der Basis präsentieren. Zum Auftakt in Saarbrücken hatten Lauterbach und Scheer offensiv für einen Groko-Ausstieg sowie für einen „links-grünen“ Kurs der SPD plädiert.

Obwohl die SPD seit vielen Jahren mit der Union regiere, habe sich an der Ungleichheit in der Republik nichts geändert. Arme Menschen würden in Deutschland unverändert im Schnitt zehn bis zwölf Jahre früher sterben als Reiche, sagte der Medizinprofessor.

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