Aktuell breitet sich das Vogelgrippe-Virus (H5N1) in mehreren Bundesländern aus. Vor allem Brandenburg ist stark betroffen – in zwei Geflügelbetrieben mussten Tausende Enten und Puten gekeult werden. Das Virus grassiert auch stark unter Wildvögeln: Tausende Kraniche verendeten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt.
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Vogelgrippe-Virus: Auch Menschen können sich anstecken
Erst im vergangenen Jahr gab es einen großen Vogelgrippe-Ausbruch in den USA. Dort hatten sich laut der US-Gesundheitsbehörde CDC (Center for Disease Control and Prevention) mehrere Mitarbeiter von US-Milchviehbetrieben angesteckt. Die Ansteckungen sind wahrscheinlich durch direkten Kontakt mit infizierten Kühen erfolgt, jedoch nicht von Mensch zu Mensch. Welche Symptome sind dabei aufgetreten?

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Einer der Infizierten in den USA zeigte Krankheitszeichen einer akuten Atemwegserkrankung wie Husten. Bei den anderen Betroffenen gibt es Berichte, wonach die Augen – ähnlich wie bei einer Bindehautentzündung – betroffen sind. „Die Menschen haben sich wahrscheinlich über Schmierinfektionen infiziert und nicht wie sonst bei Influenza üblich über die Atemwege. Das könnte zu den relativ milden Verläufen führen“, sagte Sander.
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Allerdings führte er weiter aus, dass eine Infektion mit stark krank machenden Vogelgrippe-Viren wie H5N1 zwar selten bei Menschen auftrete, dann aber häufig schwere Verläufe nach sich zöge. Die Sterblichkeitsrate ist dem Experten zufolge hoch. „Das liegt daran, dass diese Viren nur die tiefen Abschnitte der menschlichen Lunge befallen können und es dann zu schweren Entzündungen der Lunge führen kann.“
Ganz generell gilt, dass bei einer Vogelgrippe-Infektion schon nach bis fünf Tagen, gelegentlich aber auch erst nach bis 14 Tagen Symptome auftreten können, die einer Grippe beziehungsweise einem grippalen Infekt ähneln: hohes Fieber, Atemnot, Husten und Halsschmerzen. Jeder zweite Infizierte bekommt Durchfall, teilweise auch mit Erbrechen. Wie von Sander beschrieben, kann eine Lungenentzündung mit schwerer Atemnot so weit führen, dass das Organ versagt und damit für den Tod des Patienten sorgt. Die Sterblichkeitsraten sind tendenziell höher als bei einer gewöhnlichen Influenza, wenn auch mit großen Unterschieden in Abhängigkeit vom Virusstamm.
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Vogelgrippe-Virus hat seinen Ursprung in Asien
Das Virus H5N1 kursiert seit Jahrzehnten verstärkt unter Vögeln – zunächst in Asien, inzwischen nahezu weltweit. Auch Säugetiere erkrankten daran. In den USA haben sich seit März und April Dutzende Rinder mit einer besonderen Gruppe von H5N1-Viren infiziert, der sogenannten Klade 2.3.4.4b.
Die Vogelgrippe – auch Aviäre Influenza genannt – wird wie die Grippe beim Menschen durch Influenza-A-Viren hervorgerufen, allerdings durch andere Subtypen. Derzeit grassiert die größte je dokumentierte Vogelgrippe-Welle, die sich über fast die gesamte Erde erstreckt und auch Europa betrifft. Der Erreger befällt vor allem Vögel, wurde aber auch bereits bei vielen Säugetieren gefunden, darunter auch Katzen, Bären und Robben.
dpa/fmg









