- Mediterrane Ernährung gilt längst als Geheimrezept für ein gesundes Herz
- Neue Studie zeigt: Sie hat noch weitere gesundheitliche Vorteile
- So kann diese Ernährungsweise das Risiko für Alzheimer deutlich senken
Wer viel Gemüse, Obst, Nüsse, Fisch und Olivenöl isst, schützt nicht nur Herz und Kreislauf. Eine neue Studie aus den USA zeigt: Die mediterrane Ernährung kann auch das Risiko für Demenz und Alzheimer deutlich reduzieren, vor allem bei Menschen, die genetisch besonders gefährdet sind. Das zeigt eine Studie, die kürzlich im Fachjournal Nature veröffentlicht wurde.
Alzheimer: 35 Prozent weniger Risiko bei Hochrisikogruppe
Im Fokus der Untersuchung stand das Gen APOE4, das als wichtigster Risikofaktor für Alzheimer gilt. Menschen mit einer Kopie des Gens haben ein drei- bis viermal höheres Erkrankungsrisiko, Träger von zwei Kopien sogar ein bis zu zwölfmal höheres.
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Genau in dieser Hochrisikogruppe zeigte sich ein bemerkenswerter Effekt: Wer sich konsequent mediterran ernährte, senkte sein Demenzrisiko um mindestens 35 Prozent. Die Vorteile seien bei Menschen mit zwei Kopien des APOE4-Gens am größten, heißt es in der Studie. Je stärker sich die Teilnehmer an die mediterrane Ernährungsweise hielten, desto größer war der Schutzeffekt.
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Jahrzehntelange Daten – eindeutige Ergebnisse
Für die Studie werteten die Wissenschaftler die Gesundheits- und Ernährungsdaten von rund 5.700 Menschen aus, die bis zu 34 Jahre lang beobachtet wurden. Erfasst wurden nicht nur Essgewohnheiten, sondern auch genetische Informationen sowie Blut- und Gewebeproben.
Das Ergebnis: Menschen, die viel Gemüse, Früchte, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Fisch und Olivenöl verzehrten und dafür auf rotes Fleisch und Alkohol weitgehend verzichteten, erkrankten seltener an Demenz. Die Forscher vermuten, dass die mediterrane Ernährung den Stoffwechsel positiv beeinflusst, gerade bei Trägern des APOE4-Gens, deren Körper besonders sensibel auf gesunde Nährstoffe reagiert.

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Auch externe Expertinnen und Experten bewerten die Ergebnisse als wegweisend. Wenn bereits eine Ernährungsumstellung das Risiko um ein Drittel senken könne, stelle sich die Frage, was durch zusätzliche Faktoren wie Sport, Stressreduktion oder guten Schlaf noch erreicht werden könne.
Bestätigung durch weitere Studien
Auch frühere Untersuchungen stützen den Befund: Eine britische Studie mit mehr als 60.000 Teilnehmenden zeigte 2023, dass Menschen mit mediterraner Ernährung ein bis zu 23 Prozent geringeres Demenzrisiko haben. Andere Forschungen fanden Hinweise, dass eine solche Ernährung die typischen Alzheimer-Merkmale im Gehirn – sogenannte Plaques und Faserverklumpungen – deutlich reduziert.
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Die aktuelle Studie hat allerdings auch Grenzen: Untersucht wurden überwiegend gut gebildete Menschen europäischer Abstammung. Ob sich die Ergebnisse auf andere Bevölkerungsgruppen übertragen lassen, müssen weitere Studien zeigen. Zudem wissen viele Menschen gar nicht, ob sie das APOE4-Gen tragen.











