Es ist einfach unfassbar, wie desinteressiert und gleichgültig einige immer noch auf den Klimawandel reagieren. Die erschreckenden Zahlen zu den diesjährigen Hitzetoten sind ein eindringlicher Weckruf: 1.500 Menschen sind diesen Sommer allein in deutschen Städten wegen extremer Hitze gestorben – und das sind nur die offiziellen Zahlen! Europaweit sprechen wir von mindestens 16.500 Leben, die die Hitzewellen gefordert haben, zwei Drittel davon nachweislich durch die Klimakrise mitverursacht.

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Das sind keine abstrakten Studien oder Schätzungen, das sind Menschenleben. Aber was passiert? Wir streiten darüber, ob es diesen Sommer in Deutschland nun „richtig heiß“ war oder das Wetter doch nur „so mittelmäßig“ und „eigentlich gar kein richtiger Sommer“. Wie kann es sein, dass wir immer noch darüber diskutieren, ob „Klimawandel wirklich so schlimm ist“, während Menschen sterben?
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Stattdessen hat man als Klimaschutz-Befürworter den Eindruck, sich ständig rechtfertigen zu müssen. Verregneter Sommer hin oder her: Das Wetter an einem Wochenende oder während der letzten Ferien ist kein Maßstab für die generelle Klimaentwicklung. Verharmlosende Aussagen in diese Richtung bedeuten schlicht Ignoranz gegenüber wissenschaftlichen Fakten und den schon jetzt teils dramatischen Auswirkungen.
85 Prozent der Todesopfer in Europa waren über 65 Jahre alt. Das sind unsere Eltern, Großeltern, Nachbarn, Freunde. Sie leiden zuerst, weil ihr Körper die extreme Belastung schlicht nicht kompensieren kann – und dem Rest von uns wird es genauso ergehen, wenn wir nicht endlich konsequent für Veränderung sorgen. Der Mensch ist für hohe Temperaturen nicht gemacht. Hier erklärt ein Experte, ab welchen Temperaturen es gefährlich wird.

Wirtschaft, Komfort und Bequemlichkeit können nicht länger vor dem Schutz von Mensch und Natur stehen. Es ist Zeit, etwa den fossilen Brennstoffen endgültig den Rücken zu kehren und ambitioniert auf Erneuerbare Energien umzustellen, anstatt tatenlos zuzuschauen, wie die nächsten Sommer immer heißer und tödlicher werden. Jeder von uns trägt hier Verantwortung – und jede noch so kleine Handlung zählt. Es ist Zeit, die Komfortzone zu verlassen.








