Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein regelmäßiger Verzehr von Käse mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung von Demenz in Verbindung stehen könnte. Grundlage dieser Erkenntnis ist eine Studie, bei der Gesundheitsdaten von Personen, die häufig Käse konsumierten, mit solchen von Menschen verglichen wurden, die nur selten oder gar keinen Käse aßen. Veröffentlicht wurden die Studienergebnisse in der Fachzeitschrift „Nutrients“.

Warum trägt Käse zur Gehirngesundheit bei?

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Käse eine Vielzahl von Inhaltsstoffen enthält, die zur Erhaltung der neuronalen Gesundheit beitragen können. Er liefert hochwertige Proteine und essenzielle Aminosäuren, die den Aufbau und Schutz von Nervenzellen unterstützen, sowie fettlösliche Vitamine wie Vitamin K2, das eine wichtige Funktion für die Gefäßgesundheit und den Kalziumstoffwechsel erfüllt.

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Darüber hinaus wird angenommen, dass fermentierte Milchprodukte wie Käse, deren Herstellung auf der Aktivität von Milchsäurebakterien beruht, entzündungshemmende Prozesse fördern und die Kommunikation entlang der Darm-Hirn-Achse positiv beeinflussen. Studien weisen zudem darauf hin, dass der regelmäßige Konsum fermentierter Milchprodukte das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen verringern kann. Beides sind Faktoren, die eng mit der Entstehung von Demenz in Zusammenhang stehen.

Studie aus Japan: Demenz-Risiko durch Käse geringer

Ziel der nun in Japan durchgeführten Untersuchung war es, den Einfluss des regelmäßigen Käsekonsums auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die langfristige Gesundheit des Gehirns zu bewerten. Analysiert wurden bereits existierende Daten von rund 8000 Erwachsenen aus einem Zeitraum von 65 Jahren. Dabei zeigte sich laut Bericht, dass Personen, die regelmäßigem Käse essen, über einen Zeitraum von drei Jahren ein um etwa 24 Prozent geringeres Risiko aufwiesen, an Demenz zu erkranken, als Teilnehmer mit geringem oder keinem Konsum.

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Die Häufigkeit von Demenz lag bei den Käsekonsumenten bei 3,4 Prozent, bei Nichtkonsumenten bei 4,45 Prozent. Um mögliche Verzerrungen zu vermeiden, berücksichtigten die Forschenden mithilfe statistischer Matching-Verfahren Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, allgemeine Gesundheit und sozioökonomischen Hintergrund.

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Trotz des deutlichen Zusammenhangs betonen die Autoren, dass Käse allein Demenz nicht verhindern kann. Der jeweilige Lebensstil, die genetische Disposition und sogar die gegessenen Käsesorten könnten ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Weltweit leben derzeit rund 50 Millionen Menschen mit Demenz; Schätzungen zufolge könnte sich diese Zahl bis 2050 verdreifachen.