Niemand beschäftigt sich gern mit der Endlichkeit des Seins – schon gar nicht mit der eigenen. Doch auch der Tod muss bei einer guten Vorsorgestrategie Teil der durchgespielten Szenarien sein. Damit den Menschen, die einem am nächsten stehen, in einem solch schlimmen Fall nicht noch mehr Sorgen ins Haus stehen.

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Ein sinnvoller Vorsorge-Baustein für Alleinerziehende oder Familien mit Kindern sowie für Paare, die gemeinsam eine Immobilie finanzieren, ist eine Risikolebensversicherung. Damit wird das eigene Leben abgesichert. Im Falle des Todes zahlt der Versicherer eine festgelegte Summe Geld an die Hinterbliebenen aus. Das kann genutzt werden, um den Kredit abzulösen oder das fehlende Einkommen auszugleichen, bis die Kinder aus dem Haus sind.
Der Geldratgeber Finanztip erklärt, warum sich ein Vergleich unter den Versicherern unbedingt lohnt, wie hoch die Versicherungssumme sein sollte, was bei Vorerkrankungen zu beachten ist und wie sich bei der Erbschaftssteuer sparen lässt.
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Risikolebensversicherung: Vergleich zeigt große Preis-Unterschiede
Für gesunde Menschen ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung bequem online über Versicherer möglich. Dabei sollte laut Finanztip unbedingt ein Vergleich angestellt werden. Denn jeder Mensch hat ein individuelles Sterberisiko, das von vielen Faktoren abhängt. Da die Versicherer diese Risiken unterschiedlich einschätzen, liegen die Preise teilweise sehr weit auseinander.
Bei einer Analyse von Finanztip kam heraus: Die gleiche Risikolebensversicherung mit identischer Versicherungssumme kostet in manchen Fällen beim teuersten Versicherer bis zu dreimal so viel wie beim günstigsten. Über die Vertragsdauer kann das selbst bei geringen Versicherungssummen einen Unterschied in vierstelliger Höhe ausmachen.
Risikolebensversicherung mit Vorerkrankung: Das gilt es zu beachten
Für Menschen mit gesundheitlichen Themen empfiehlt Finanztip, vor dem Abschluss einen Honorarberater oder Versicherungsmakler aufzusuchen. Zumindest dann, wenn die Vorerkrankungen über ausgeheilte Knochenbrüche und saisonale Erkältungen hinausgehen.
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Gemeinsam wird eine sogenannte anonyme Risikovoranfrage bei einer Vielzahl von Versicherern gestellt. Anschließend wird das günstigste Unternehmen ausgewählt. Denn bei einer Risikolebensversicherung kommt es einzig und allein auf den Preis an. Alle weiteren Zusatzbausteine, die oftmals in den teureren Premiumtarifen enthalten sind, sind nicht notwendig und kein zusätzliches Geld wert.
Risikolebensversicherung abschließen: Finanztip verrät drei wichtige Hacks
Es gibt unterschiedliche Wege, Risikolebensversicherungsverträge zu gestalten:
- Um spätere Erbschaftssteuer zu vermeiden, sollten Paare mit Kindern zwei einzelne Verträge „über Kreuz“ abschließen. Dabei wird im eigenen Vertrag der Partner als versicherte Person eingesetzt. So ist die Versicherungssumme nicht Teil des Erbes.
- Die Verträge können bei unterschiedlichen Versicherern abgeschlossen werden. Das ergibt häufig sogar am meisten Sinn. Je nachdem, welcher für die jeweilige versicherte Person am günstigsten ist.
- Die Höhe der Versicherungssumme hängt vom Grund der Absicherung ab. Bei einer Immobilienfinanzierung wird in der Regel die Restschuld des Kredits versichert. Daher sinkt die Versicherungssumme mit der Zeit, zum Beispiel jedes Jahr um die Höhe der Tilgung. Diese Art der Absicherung ist deutlich sinnvoller als die von Banken gern zusätzlich zum Kredit angepriesene Restschuldversicherung.

Finanztip erklärt: Das sind wichtige Vorsorgedokumente für den Ernstfall
Bei der Absicherung der Familie orientiert sich die Höhe der Versicherungssumme in der Regel am Einkommen. Als Faustformel hat sich etabliert, dass sie drei bis fünf Bruttojahresgehälter der versicherten Person betragen sollte. Der Vertrag sollte so lange laufen, bis die Kinder für sich selbst sorgen können. Dann ist auch für den schlimmsten Fall alles geregelt. Damit die Hinterbliebenen in einer solch schwierigen Situation nicht noch umziehen müssen oder finanziell ins Straucheln geraten.
Aber man sollte nicht nur an die finanziellen Aspekte eines solchen Szenarios denken: Mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung legt man fest, wer sich im Notfall kümmern soll. Alternativ oder ergänzend kann man eine sogenannte Betreuungsverfügung aufsetzen. Bei Kindern ist eine Sorgerechtsverfügung wichtig.
Tipp: Viele Fallbeispiele zur Erbengemeinschaft und Patchwork-Familien mit weiteren Tipps und Informationen erklärt Finanztip im neuen E-Paper „Richtig vererben, Fehler vermeiden“, das Sie auf der Finanztip-Website kostenlos herunterladen können.

Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit finanztip.de. Deutschlands führender Geld-Ratgeber für Verbraucher ist Teil der gemeinnützigen Finanztip-Stiftung.






