In wenigen Wochen ist Weihnachten und aus allen Richtungen dröhnt einem entgegen, dass es friedlich zugehen soll, schließlich ist es das Fest der Liebe. Aber machen wir uns nichts vor, der familiäre Frieden ist so flüchtig wie der Glühweindampf. Menschen streiten sich unterm Weihnachtsbaum, Paare trennen sich, noch bevor das Christkind die Geschenke bringen kann und manche Ehemänner flüchten zu Escort-Damen statt ihre Kinder abends ins Bett zu bringen.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

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In dieser Ausgabe unseres Beziehungs-Newsletters „Ein FUNKE Liebe“ beleuchtet unsere Autorin Alina Juravel die Irrungen und Wirrungen während der Feiertage und erklärt, wie man trotz allem die Nerven behält und gelassen bleibt.

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Vor ein paar Tagen hatten wir unsere alljährliche Firmen-Weihnachtsfeier – und die war ziemlich schön. Wir haben gut gegessen, getanzt und Karaoke gesungen. Die Stimmung war herrlich und jeder war gut drauf. „Würde nur jede Familienfeier auch so harmonisch verlaufen“, scherzte ein Kollege. Und tatsächlich ist Familienstreit unterm Weihnachtsbaum nichts Ungewöhnliches. Auch ich habe in meiner Familie ein paar Regeln – oder besser gesagt Themen – die wir beim gemeinsamen Weihnachtsessen lieber nicht ansprechen. Sicher ist sicher. Niemand will einen Wutausbruch am Esstisch auslösen.

Alina Juravel ist Redakteurin im Ressort Leben der FUNKE Zentralredaktion.
Alina Juravel ist Redakteurin im Ressort Leben der FUNKE Zentralredaktion.© privat | Privat

Denn kaum ein anderes Fest ist so eng mit Erwartungen, Familienritualen und alten Konflikten verknüpft wie Weihnachten. Doch die vermeintlich schönste Zeit des Jahres hat ihre Grenzen: „Viele Menschen hoffen, über Weihnachten all das nachzuholen, was im Alltag zu kurz gekommen ist: Nähe, Geborgenheit, Romantik“, sagt Christoph Uhl. Er arbeitet in Berlin als Paartherapeut und weiß ganz genau, welche grundsätzlichen Dynamiken Paare und Familien in der Vorweihnachtszeit an ihre Grenzen bringen. Er weiß aber auch, mit welchen einfachen Strategien man Streit an Weihnachten vermeiden kann. Die Tipps hat er meiner Kollegin Eileen Wagner verraten.

Weihnachten beim Escort? Frauen verraten, was ihre Kunden wirklich wollen

Wussten Sie übrigens, dass an Weihnachten nicht nur Familienbesuche Hochsaison erleben, sondern auch Sexarbeiterinnen? „Ich bekomme zur Weihnachtszeit wirklich sehr viele Anfragen – vergleichsweise mehr als im restlichen Jahr“, sagt Vanessa, die als Escort in Frankfurt arbeitet. Die Sexarbeiterin und eine weitere Kollegin von ihr erzählen hier, was ihre Kunden an Weihnachten wirklich wollen und welche Männer die Dienstleistung sogar an Heiligabend aufsuchen.

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Es muss aber gar nicht erst der Besuch bei der Escort zu einer Trennung an Weihnachten führen. Trennungen vor und nach der Weihnachtszeit sind tatsächlich keine Seltenheit, so steigen die Suchanfragen zu diesem Thema immer um diese Jahreszeit an, das beweisen auch zahlreiche Google-Auswertungen. Und ausgerechnet rund ums Fest der Liebe zerbrechen besonders viele Beziehungen. Warum das Weihnachtsfest oft zum Liebes-Aus führt, hat meine Kollegin Eileen Wagner recherchiert. Paartherapeut und Mitgründer der Modern Love School, Eric Hegmann, erklärt hier, warum eine Trennung zu Weihnachten sogar gut sein kann.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Freuen Sie sich auf die gemeinsamen Feiertage oder haben Sie Bedenken? Erzählen Sie es mir gerne. Ich freue mich drauf!

Alles Liebe
Alina Juravel

P.S. Wenn Sie Kritik haben oder auch Anregungen, freue ich mich über eine Mail an alina.juravel@funkemedien.de