Immer weniger Menschen in Deutschland greifen zu alkoholischen Getränken – das belegen aktuelle Umfragen. Laut Yougov-Daten gaben im vergangenen Jahr etwa 68 Prozent der Verbraucher an, Alkohol zu konsumieren, 2015 waren es noch 78 Prozent. Besonders stark zeige sich der Trend bei jüngeren Menschen.

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Wer stattdessen alkoholfreie Alternativen wählt, kann offenbar sein Darmkrebs-Risiko deutlich senken. Wie sich regelmäßiger Alkoholkonsum auf die Darmgesundheit auswirkt, wurde jetzt in einer US-Studie untersucht – mit überraschenden Ergebnissen, die im „Journal of the American Cancer Society“ veröffentlicht wurden.
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Alkoholkonsum: Forscher untersuchen Zusammenhang mit Darmkrebs-Risiko
Die Forscher wollten herausfinden, wie Alkohol das Risiko für Darmkrebs und gutartige Vorstufen, die sogenannten Adenome, beeinflusst. Dafür werteten sie die Daten von über 150 000 Teilnehmern der großen US-Studie PLCO („Prostate, Lung, Colorectal, and Ovarian Cancer Screening Trial“) aus. Die Probanden waren zwischen 55 und 74 Jahre alt.
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Für die Auswertung wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen unterteilt: eine für Adenome und eine für Darmkrebs. In der Adenomgruppe wurden 12.327 zunächst gesunde Personen im Abstand von drei oder fünf Jahren erneut untersucht – 812 von ihnen entwickelten in dieser Zeit ein Adenom. Die Darmkrebsgruppe umfasste 88.092 Menschen, bei denen im Verlauf von 20 Jahren insgesamt 1679 Darmkrebsfälle festgestellt wurden.
Um den durchschnittlichen Alkoholkonsum zu erheben, wurden die Angaben in vier Altersphasen (18-24, 25-39, 40-54, älter als 55 Jahre) unterteilt und die Teilnehmer als Nie-Trinker, ehemalige oder aktuelle Trinker kategorisiert. Zudem gaben die Teilnehmer an, wie viel Alkohol sie pro Woche konsumierten.
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Ergebnisse überraschen: Darmkrebs-Risiko um bis zu 95 Prozent höher
Die Studie bestätigt, worauf frühere Forschungen bereits hingewiesen haben. Der lebenslange hohe Alkoholkonsum führt zu einem deutlich höheren Darmkrebs-Risiko. Der Unterschied ist drastisch: Wer regelmäßig viel Alkohol trinkt – also 14 oder mehr Drinks pro Woche –, hat im Vergleich zu seltenen Trinkern (weniger als ein Drink pro Woche) ein um 25 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko. Besonders alarmierend ist das Ergebnis für Enddarmkrebs: Hier lag das Risiko bei aktuellen starken Trinkern sogar bei 95 Prozent höher als bei seltenen Trinkern.
Und auch langfristig zeigt sich die Gefahr deutlich: Menschen, die ihr Leben lang regelmäßig größere Mengen Alkohol konsumiert haben, erkranken um 91 Prozent häufiger an Darmkrebs als jene, die über die Jahre wenig trinken. Bei ehemaligen Trinkern zeigte sich dagegen kein erhöhtes Darmkrebs-Risiko. „Sie hatten sogar ein geringeres Risiko, gutartige Darmtumoren oder Adenome (die sich zu Krebs entwickeln können) zu entwickeln, als aktuelle Trinker mit einem durchschnittlichen Konsum von weniger als einem alkoholischen Getränk pro Woche", heißt es in einer Pressemitteilung.
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Darmkrebs-Risiko steigt mit jahrelangem, regelmäßigem Alkoholkonsum
Erstmals zeigt eine Studie eindeutig: Entscheidend für das Darmkrebs-Risiko ist nicht nur, wie viel Alkohol man aktuell trinkt, sondern wie lange und wie regelmäßig über das ganze Leben hinweg. Besonders Menschen, die über viele Jahre hinweg häufig Alkohol konsumieren, tragen ein deutlich erhöhtes Risiko.
Wer langfristig auf Alkohol verzichtet, kann das eigene Erkrankungsrisiko wieder senken. Besonders für frühe Vorstufen von Darmkrebs – die sogenannten Adenome – zeigte sich bei ehemaligen Trinkern ein geringeres Risiko. Die Studie zeigt zwar klare Zusammenhänge, weist aber auch Einschränkungen auf: So basieren die Daten zum Alkoholkonsum auf Selbstauskünften der Teilnehmenden, was die Genauigkeit beeinflussen kann. Weitere Untersuchungen sind daher laut Forschern notwendig.












